Eine Katze verläßt eine Wohnung durch eine Terrassentür. Zwei Katzenbesitzer aus Walldorf haben gegen die Regelung des Landratsamts zum Katzen-Freilauf-Verbot Widerspruch eingelegt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod)

Mehr Haubenlerchen als in vergangenen Jahren

Ausgangssperre für Katzen in Walldorf war erfolgreich

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Der Hausarrest für Katzen in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) hat Wirkung gezeigt. Die Haubenlerchen konnten sich besser fortpflanzen als zuvor, so die Bilanz der Verantwortlichen.

Die Katzenausgangssperre in Walldorf war erfolgreich. Das ist das Resümee des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Die Maßnahme soll dem Schutz der vom Aussterben bedrohten Haubenlerche in deren Brutgebiet dienen. Dieses Jahr konnten dadurch acht neugeborene Vögel flügge werden, so die Verantwortlichen.

Maßnahmen haben Wirkung gezeigt

Im Vergleich zum Vorjahr hätten die meisten der Jungvögel die kritischste Phase unversehrt überstanden. Nun bestehe die Hoffnung, dass sich in den kommenden Jahren mehr Haubenlerchen-Brutpaare bilden als bisher, so das Regierungspräsidium. Derzeit gibt es nur zwei Brutpaare in Walldorf. In ganz Baden-Württemberg sind es 60.

Katzen waren monatelang eingesperrt

Von Mitte Mai bis Mitte August mussten Katzen im betroffenen Gebiet in Walldorf zu Hause bleiben. So hatte es das Landratsamt Rhein-Neckar angeordnet. Damit sollte verhindert werden, dass die Katzen die brütenden Haubenlerchen jagen und erlegen.

Kritik an Ausgangssperre für Katzen

Das Freilauf-Verbot für Katzen in Walldorf hatte für heftige Kritik gesorgt - von Katzenhaltern aber auch von Tierschutzorganisationen. Gegen die Verfügung gab es 40 Einsprüche von Katzenbesitzern. Sie werden derzeit geprüft und sollen bis Ende des Jahres entschieden sein.

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Laut Rhein-Neckar-Kreis gilt die Allgemeinverfügung weiter bis zum Jahr 2025 - immer vom 1. April bis zum 31. August. Parallel dazu werde vom Regierungspräsidium Karlsruhe und der Stadt Walldorf nach weiteren praktikablen Lösungen gesucht, wie mit den Katzen während der Sperrzeit möglich tiergerecht verfahren werden könne.

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