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Auch Elefanten wollen beschäftigt werden. Dafür und auch für die Behandlung der Dickhäuter ist jetzt im Heidelberger Zoo eine extra dicke Wand eingeweiht worden.

Der Heidelberger Zoo ist damit um eine Attraktion reicher. Die Trainingswand steht am Elefantengehege und erleichtert es den Tierpflegern, gefahrlos mit den tonnenschweren Tieren zu arbeiten. Die Besucher sind eingeladen, das hautnah mitzuerleben.

Leckerli und Pfeife

Die Wand ist massiv, zwischen den Betonwänden ist ein mächtiges Stahlgitter eingelassen. Die Tierpfleger nutzen die Situation, um die Elefanten mit Leckerli, für Elefanten zum Beispiel ein Brötchen, und einer Pfeife dazu zu bringen, dass sie auf die Pfeife positiv reagieren.

Den Elefanten die Fußnägel schneiden

Das hat seinen Grund. Denn nur wenn Elefant Tarek und die anderen aufs Wort hören, können sie medizinisch behandelt werden, wenn sie sich mal verletzt haben. Oder wenn die großen Fußnägel geschnitten werden müssen. Eine solche Wand gab es bereits hinter den Kulissen, jetzt aber sind Besucher dabei.

100.000 Euro für den Zoo gesammelt

Die Trainingswand hat rund 400.000 Euro gekostet – wobei ein Großteil des Geldes unterirdisch verbaut wurde, damit die Wand den tonnenschweren Tieren auch standhält. Mehr als 300 Mitglieder des "Team Elefant" haben in einer gemeinsamen Aktion des WWF (World Wide Fund For Nature) und des Zoo Heidelberg in drei Jahren über 100.000 Euro für den Artenschutz gesammelt. Die monatlichen Beiträge kamen dem Ausbau der Elefantenanlage mit der Trainingswand sowie dem WWF-Schutzprojekt im Kui-Buri-Nationalpark in Thailand zugute.

Trainingswand für die Elefanten im Heidelberger Zoo (Foto: SWR)

Schutz des Nationalparks in Thailand

Seit 2005 arbeitet der WWF dort erfolgreich zum Schutz des Nationalparks mit, in dem mindestens 240 wildlebende Elefanten zuhause sind. Der WWF unterstützt dort die Ausbildung, Ausstattung und Bezahlung von Rangern. Die schützen Elefanten vor Wilderern und pflegen Graslandschaften, Salz- und Wasserstellen. Damit vermeiden oder verringern sie Konflikte zwischen Tier und Mensch.

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