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Auf einem Teil des Geländes der Heidelberger Druckmaschinen in Walldorf-Wiesloch soll ein Industriepark entstehen. Dazu hat das Gewerbeimmobilienunternehmen VGP am Donnerstag erste Pläne vorgestellt.

VGP hat einen Teil des Geländes der Heidelberger Druckmaschinen gekauft – es ist eine Fläche von rund 130.000 Quadratmetern. Darauf sollen vier Hallen an Unternehmen vermietet werden. Dabei investiert VGP nach eigenen Angaben über 100 Millionen Euro. Die vier Hallen sollen in den Standort der Heidelberger Druckmaschinen integriert bleiben, es soll also keine Zäune oder Mauern geben.  Zurzeit werden die Hallen leergeräumt, die alten aus den 60er Jahren werden dann abgerissen - sie seien zu schlecht gedämmt.  Ende 2021 soll der Neubau der Hallen beginnen.

Heidelberger Druckmaschinen Grafik (Foto: Heidelberger Druckmaschinen AG)
Die Entwicklung des Geländes könnte in zwei Schritten verlaufen. Heidelberger Druckmaschinen AG

Bei der Entwicklung der Fläche wollen Heidelberger Druckmaschinen, VGP und die Kommunen Walldorf und Wiesloch eng zusammenarbeiten. Es könnten bis zu 500 Arbeitsplätze angesiedelt werden.

"Kein Ausverkauf"

Die Heidelberger Druckmaschinen AG begründete den Verkauf damit, dass der Platz nicht mehr gebraucht wird. Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten auf einem Schrumpfkurs und hat tausende Mitarbeiter entlassen. Es konzentriert sich zunehmend erfolgreich auf das Kerngeschäft. Die Hallen auf dem Werksgelände würden schon länger nicht mehr genutzt. Vorstandschef Rainer Hundsdörfer betonte, dies sei kein Ausverkauf, sondern eine strukturelle Veränderung. Die Fokussierung führe an manchen Stellen zu einer Verkleinerung.

Die Heidelberger Druckmaschinen haben einen zweistelligen Millionenbetrag für die Hallen von VGP erhalten. VGP ist ein tschechisches Familienunternehmen, das auf Industrieparks spezialisiert ist. Es baut Hallen und Infrastruktur und vermietet langfristig. Kunden sind unter anderem Unternehmen wie Lidl, Zalando, DHL oder Toom.

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