Dorf-Pride jetzt auch in Oftersheim. (Foto: SWR)

CSD-Umzug das zweite Mal nach Mühlhausen in einer kleineren Gemeinde

Hunderte Menschen bei Dorf-Pride in Oftersheim

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Mehrere hundert Menschen haben am Samstagnachmittag in Oftersheim (Rhein-Neckar-Kreis) für Toleranz und Vielfalt demonstriert. Der Umzug war an die CSD-Demos in Städten angelehnt.

Bei der sogenannten Dorfpride-Demonstration wollten sie sich für die Rechte von homosexuellen und queeren Menschen einsetzen. Außerdem wolle man zeigen, dass queeres Leben nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land stattfinde, sagte Mitorganisator Patrick Alberti dem SWR. An zahlreichen Häusern in Oftersheim hingen Regenbogenfahnen, auch am Rathaus und an den Kirchen.

SWR-Reporterin Natalie Akbari war am Samstagnachmittag dabei. Und es war ziemlich laut:

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Zweiter Dorfpride-Umzug

Es ist das zweite Mal nach dem Umzug in Mühlhausen (Rhein-Neckar-Kreis), dass ein solcher Umzug in einer kleineren Gemeinde stattfindet. Die LGBTIQ-Szene vereint Menschen mit sexuellen Orientierungen von schwul bis lesbisch über andere Formen der sexuellen Identität wie transgender und bisexuell - in der Szene auch als "queer" zusammengefasst.

Queere auch im Dorf

In Mannheim, Stuttgart, Frankfurt und vielen weiteren großen Städten in Deutschland haben sich CSD-Demonstrationen etabliert. Queere Menschen gibt es allerdings nicht nur in der Großstadt, sondern auch auf dem Land. Deshalb will man dort mit den Dorfpride-Umzügen ähnliche Veranstaltungen organisieren.

Fahne vor Rathaus gehisst

Die Gemeindeverwaltung Oftersheim hatte sich offen gezeigt. Das Organisationsteam war vorher eingeladen, um mit Bürgermeister Jens Geiß die Regenbogenfahne vor dem Oftersheimer Rathaus zu hissen.

Auch die evangelische und katholische Kirche Oftersheim zeigen die Fahnen. Sie sind ein Symbol der queeren Bewegung geworden, stehen aber schon lange für Frieden und Solidarität.

"Bewegender Moment"

Sarah Kinzebach aus dem Organisationsteam nannte das einen sehr bewegenden Moment, da es nicht selbstverständlich sei, dass queere Menschen willkommen geheißen werden.

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