Bürgerinnen und Bürger können sich virtuell beraten lassen (Foto: SWR)

Virtuelle Beratung

Heidelberg bekommt digitales Bürgeramt

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Pass beantragen, Auto zulassen, Wohnung ummelden - all das geht in Heidelberg bald virtuell. Das digitale Bürgeramt wurde vorgestellt. Mit dabei war Innenminister Thomas Strobl (CDU).

In vielen Ländern kann der Gang zum Amt schon digital erledigt werden. Jetzt bewegt sich auch in Städten und Gemeinden in Deutschland etwas. Beispielsweise in Heidelberg.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) haben das digitale Bürgeramt in Heidelberg vorgestellt.  (Foto: SWR)
Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) haben das digitale Bürgeramt in Heidelberg vorgestellt.

Förderung vom Land Baden-Württemberg

Dort wurde heute das digitale Bürgeramt vorgestellt. Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg mit insgesamt 880.00 Euro gefördert. Bei der Vorstellung war auch Landes-Innenminister Thomas Strobl (CDU) dabei, der zugleich Minister für Digitalisierung ist.

"Heidelberg macht einen Quantensprung in die digitale Welt. Das Amt kommt jetzt zum Bürger. Man kann sich virtuell mit einem Mitarbeiter unterhalten, sich beraten lassen."

Ab kommenden Dienstag, den 5. Juli, können sich Heidelberger Bürgerinnen und Bürger per Videocall beraten lassen. Idealerweise solle das bald überall möglich sein, so Strobl.

Vieles ist in Heidelberg künftig virtuell möglich

Einiges ging auch bisher schon online. Für personenbezogene Vorgänge - wie etwa die Beantragung eines Personalausweises - musste man aber vor Ort auf dem Amt erscheinen. Das kann Heidelberg jetzt auch virtuell anbieten. Dafür muss man nur einen Termin ausmachen und sich dann mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin zusammenschalten, sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner.

"Sie zeigen uns am Bildschirm ihren Pass, unterschreiben auf ihrem Laptop, überweisen das Geld über ein Bezahlverfahren und schon haben sie innerhalb von drei Minuten einen Meldevorgang virtuell erledigen können."

Sicherheit der Daten gewährleistet

Die Datensicherheit ist beim virtuellen Bürgeramt gewährleistet, sagt Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos). Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter im Büro fragt die Daten ab und es gebe keinen Zugriff auf das interne Datensystem; außerdem nutze man keine amerikanischen Server, so Würzner.

Persönlich oder virtuell ist möglich

Die Bürgerinnen und Bürger erwarten diese Art der modernen Dienstleistung, heißt es von der Stadt. Wer seine Ämtergänge aber weiterhin persönlich erledigen will, kann dies natürlich tun - in den Bürgerämtern im jeweiligen Stadtteil.

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