Tovertafel für Menschen mit Demenz (Foto: Pressestelle, Dietmar Hopp Stiftung | Thomas Neu)

Förderaktion für 100 Einrichtungen

Hopp Stiftung spendet "Zaubertische" für Menschen mit Demenz

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Demenz betrifft viele Menschen und ihre Angehörigen. Die Dietmar Hopp Stiftung spendet jetzt "Tovertafeln" - digitale Zaubertische - die Demenzkranke spielerisch födern sollen.

Die "Tovertafel"-Pakete gehen an 100 gemeinnützige Einrichtungen in der Metropolregion Rhein-Neckar, in denen Menschen mit Demenz betreut und begleitet werden.

Spielen, Puzzlen, Musik machen

Der Begriff "Tovertafel" kommt aus dem Niederländischen und bedeutet "Zaubertisch". Das Gerät projiziert mit einer Art Beamer Animationen auf den Tisch oder den Fußboden. Die übertragenen Bilder reagieren auf kleinste Bewegungen. So können digital zum Beispiel Bälle hin und her gespielt werden oder ein Puzzle gelegt werden.

"Ziel unserer Förderaktion ist es, diesen Menschen Glücksmomente zu schenken und ihre Lebensqualität zu verbessern."

Es gibt auch Spiele auf der Tovertafel mit akustischen Elementen. Durch Berührung von Noten kann eine eigene Melodie entstehen. Laut Hopp-Stiftung rufen die Spiele spontane Bewegungen und Gesten hervor und aktivieren kognitive Fähigkeiten bei Menschen mit Demenz.

Innovative, digitale Pflege

Dahinter verbirgt sich eine innovative Pflegetechnologie, die aber einfach einzusetzen ist. Das Miteinander dementer Menschen mit ihren Angehörigen oder Pflegepersonen, aber auch mit anderen Seniorinnen und Senioren sorgt für Spaß und Kommunikation, so die Hopp-Stiftung.

"In Deutschland findet ein demographischer Wandel statt, es gibt immer mehr ältere Menschen und leider leiden immer mehr von ihnen unter einer Form von Demenz."

Die Dietmar Hopp Stiftung stellt rund 1,3 Millionen Euro für die Spende der 100 Tovertafel-Pakete zur Verfügung. Die Aktion richtet sich zum Beispiel an Senioreneinrichtungen oder Kliniken, die Demenzkranke betreuen. Sie können sich bis 22. Oktober für ein Tovertafel-Paket bewerben.

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