Streik der Lokführer

Viele Zugausfälle in der Rhein-Neckar-Region

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Seit der vergangenen Nacht streiken in ganz Deutschland die Lokführer. Wer in der Rhein-Neckar-Region auf die Bahn angewiesen ist, muss sich auf Zugausfälle einstellen.

Rund 75% aller Fernzüge werden in den nächsten Tagen voraussichtlich ausfallen, Reisende müssen mit Verspätungen rechnen. In Mannheim mussten bereits am frühen Mittwochmorgen viele Verbindungen gestrichen werden. Unter anderem fielen Züge in Richtung Karlsruhe, Frankfurt, Berlin und München aus.

Lokführer-Streik am Mannheimer Hauptbahnhof deutlich spürbar

Manche Pendler erwischte es am Morgen hart, weil sie von dem kurzfristig angesetzten Streik nichts mitbekommen hatten. In Mannheim war auch der Nahverkehr am Morgen spürbar von Zugausfällen betroffen. Viele Ferienreisende versuchten, Züge umzubuchen. Das Taxigewerbe am Mannheimer Hauptbahnhof konnte am Morgen noch keinen Unterschied zu anderen Tagen feststellen. Doch einige der Fahrer sagten, sie rechneten mit spontanen Fahrten von Geschäftsleuten.

GDL fordert unter anderem Betriebsrente

Der stellvertretende Vorsitzende der Lokführer-Gewerkschaft GDL Südwest in Mannheim, Jens-Peter Lück, sagte dem SWR, Streiks kämen für Reisende immer zur Unzeit, aber sie seien manchmal nicht zu vermeiden. Beispielsweise habe die Bahn den Lokführern die Betriebsrente gekündigt, so Lück.

"Das heißt, dass es für mich als Lokomotivführer statt der sagenhaften Summe von 150 Euro brutto auf die Rente on top, 50 Euro weniger geben würde. Die Bahn hat ihre Zusage zur Betriebsrente gekündigt und es ist eine ganz zentrale Forderung, diese Betriebsrente wieder aufleben zu lassen."

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Natürlich tue es ihm für die vom Streik betroffenen Leid, so Lück. Aber klar sei auch, dass es Streiks in einem privaten Unternehmen eben geben könne.

"Das hätten die sich überlegen müssen, die die Bahn 1994 privatisiert haben. Wir können nicht 365 Tage im Jahr Rücksicht auf Kundschaft nehmen - wir müssen uns wehren!"

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SWR