Ein vom Sturm abgestürzter Baum ist von Borkenkäfern befallen (Foto: SWR)

Richtig Erkennen und Bekämpfen

Nußloch: Erste Borkenkäfer schwärmen aus

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Borkenkäfer sind bei Waldbesitzern gefürchtet. Denn sie können Bäume absterben lassen. Mit Frühlingsbeginn schwärmen die ersten Käfer aus, auch in Nußloch (Rhein-Neckar-Kreis).

Wenn die Temperaturen über mehrere Tage hinweg über 16,5 Grad liegen, verlassen Borkenkäfer ihre Winterquartiere im Boden oder in der Baumrinde. Sie befallen dann vor allem kränkelnde und absterbende Bäume. Sie bohren sich durch die Baumrinde und legen dort ihre Larven ab.

Sturmschäden in den Wäldern begünstigen Vermehrung

Durch die vergangenen Unwetter sind viele Bäume in den Wäldern umgestürzt. Sie bieten beste Bedingungen für den Borkenkäfer, sagt Philipp Schweigler vom Forstamt des Rhein-Neckar-Kreises.

"Die abgerissenen Bäume sind das beste Futter für den Borkenkäfer. Weil die sich nicht mehr wehren können. Sie sind deshalb die Brutquelle für weitere Infektionen."

Damit sich die Borkenkäfer nicht weiter ausbreitet, bietet das Forstamt im Rhein-Neckar-Kreis Schulungen für private Waldbesitzer an. Dabei geht es unter anderem darum, zu erkennen, ob ein Baum von Borkenkäfern befallen ist.

Borkenkäfer-Befall richtig erkennen

Ist ein Baum von einem Borkenkäfer-Befall betroffen, findet sich typischerweise feines braunes Bohrmehl auf der Baumrinde. Dieses entsteht, wenn sich die kleinen Insekten durch die Baumrinde bohren.

Ist ein Baum von einem Borkenkäfer befallen, erkennt man dies typischerweise an dem braunen Bohrmehl. (Foto: SWR)
Ist ein Baum von einem Borkenkäfer befallen, erkennt man dies typischerweise an dem braunen Bohrmehl.

Wald in Nußloch durch Borkenkäfer-Befall gezeichnet

Auf einer Größe von etwa einem Hektar hat sich der Borkenkäfer in Nußloch vor einigen Jahren unkontrolliert ausgebreitet. In der Folge sind viele Fichten abgestorben. Diese mussten anschließend gefällt werden. Nun entsteht hier ein neuer, junger Wald.

Ein Waldabschnitt in Nußloch (Rhein-Neckar-Kreis) ist durch den Borkenkäfer zerstört worden. (Foto: SWR)
Ein Waldabschnitt in Nußloch (Rhein-Neckar-Kreis) ist durch den Borkenkäfer zerstört worden.

Borkenkäfer-Befall verhindern

Ist ein Baum von Borkenkäfern befallen, muss schnell gehandelt werden. In milderen Fällen genügt es, die Rinde zu entfernen; schwer befallene Bäume müssen aber entfernt werden und das ist mit Kosten verbunden.

Das befallene Holz kann aber noch weiter verkauft werden, sagt Philipp Schweigler. Dabei kämen auch wieder Erlöse rein, die die Ausgaben übersteigen.

"Das befallene Holz kann man für fast alles verwenden und das ist auch gefragt."

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