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Anmoderation: Die Ereignisse in den USA - der Aufstand von Trump-Anhängern in den USA, der Sturm auf das Kapitol – sie sind heute natürlich das Thema in allen Medien. Im Laufe des Morgens haben sich zahlreiche Politiker und Politikerinnen auf europäischer und deutscher Ebenen zu den Ereignissen geäußert. Der Schock sitzt tief, es herrscht Fassungslosigkeit. Uns interessieren natürlich die Reaktionen aus der Region. SWR4-Reporterin Martina Senghas hat nachgefragt.

Karl A. Lamers – langjähriger CDU-Bundestagsabgeordneter aus Heidelberg - war als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO mehrmals zu Besuch im Kapitol, und das, was er dort gestern Abend gesehen hat, hat ihn fassungslos gemacht.
O-Ton: Ich hätte mir niemals … zur Rechenschaft gezogen wird.
Deutliche Worte also. Der Mannheimer Universitätsabsolvent Ralph Freund, Sprecher der Republicans Overseas of Germany, also der Republikaner in Deutschland, verurteilt die Kapitolstürmer und meint, dass sie nicht politisch legitimiert gewesen seien. Donald Trump trifft seines Erachtens schon länger nicht mehr den richtigen Ton, dennoch hat sich vor ein paar Monaten noch für dessen Wiederwahl eingesetzt.
O-Ton: Das ist ganz richtig, weil … nicht weiter tragbar.
Die in Weinheim wohnende Nancy Schimkat von den Democrats Abroad, den Demokraten im Ausland, war sehr zunächst erschrocken, meint aber, dass es gute und schlechte Nachrichten gäbe.
O-Ton: Also die gute Nachricht ist … eingefroren.
Die schlechte Nachricht sei allerdings, dass die amerikanische Demokratie beschädigt sei.
O-Ton: Ja, die Welt … schäme mich.
Wie geht es nun weiter? Muss man sich um die nächsten zwei Wochen fürchten, in denen Trump noch im Amt ist? Ralph Freund meint: nein.
O-Ton: Die nächsten dreizehn noch … eingeschränkt.
Karl A. Lamers ist beeindruck davon, dass die amerikanischen Parlamentarier trotz allem noch die Wahl Jo Bidens zertifiziert haben und zeigt sich deshalb insgesamt zuversichtlich.
O-Ton: Das ist … in der ganzen Welt.

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