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Ein Mann stand am Freitag erneut vor dem Landgericht Darmstadt. Er hatte vor zwei Jahren sein Haus in die Luft gesprengt. Am Prozesstag sollte er sich äußern, sein Anwalt verhinderte aber die Aussage.

Der 61-jährige Mann aus Birkenau (Kreis Bergstraße) hatte Benzin in seinem Haus verschüttet und angezündet, um das vor der Zwangsversteigerung stehende Gebäude zu zerstören. Er hatte zunächst Kraftstoff im Haus verteilt und danach Gas ausströmen lassen. Ein selbst gebauter Zünder sorgte dann für die verheerende Explosion, bei der aber niemand verletzt worden war.

Schuldfähigkeit des Mannes soll geklärt werden

Es kam zu einer heftigen Explosion, von dem Haus im südhessischen Birkenau blieben nur Trümmer übrig. Wegen vorsätzlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion war er 2019 am Landgericht Darmstadt zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil im Kern. Es geht jedoch jetzt darum, ob der Mann schuldfähig ist.

Angeklagter hat sich doch nicht geäußert

Am Freitag sollte sich der 61-Jährige eigentlich selbst zu den Vorwürfen äußern. Einer seiner Verteidiger verhinderte aber die geplante Einlassung. Er habe sich mit seinem Mandanten vor dessen Aussage nicht mehr besprechen können, begründete der Anwalt seine Entscheidung.

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