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Eigentlich hat man sich schon an die leeren Straßen gewöhnt. Am Rosenmontag wirken die aber nochmal viel merkwürdiger. Ein Blick nach Buchen und Mannheim zeigt: Die Narren fehlen.

Faschenacht in Buchen am Rosenmontag (Foto: SWR)
Die Trauer um die Faschenacht in Buchen ist groß.
Wo sich sonst die Huddelbätzen herumtreiben, sind jetzt leere Straßen.
Auch in Mannheim hat sich kaum jemand auf die Straßen gewagt.
Vereinzelt gibt's hier sogar noch die Weihnachtsdekoration.
Und Tauben, die gibt's ja aber eigentlich fast immer.

Helau, ahoi und hinne houch! heißt es am Rosenmontag in der Region - also, zumindest normalerweise. In diesen Zeiten ist aber gar nichts normal, und die Fastnacht, die Faschenacht fällt aus. Zumindest fällt alles aus, was sich in den Straßen, auf den Plätzen abspielt: das Schunkeln mit wildfremden Menschen, die Umzüge, überfüllte Kneipen und Gaststätten. Lassen sich die Narren wirklich vom Feiern abhalten, wo doch deren schönste Jahreszeit Fasnacht ist? Ein Blick in die Hochburgen Buchen und Mannheim zeigt, was von der fünften Jahreszeit in Pandemiezeiten übriggeblieben ist.

Buchen ohne Huddelbätze?

Auf den Straßen zeigt sich: Selbst in den Narrenhochburgen hält man sich an die Regeln. Anstatt Umzügen gibt es leergefegte Straßen. Anstatt grölenden Narren gibt es pickende Tauben.

Die bunte Narrengestalt hat Traditon in Buchen. Die Huddelbätze sollen den Frühling symbolisieren und stehen für Lebendigkeit. An der fränkisch-Alemannischen Faschenacht sind die Straßen voll von den bunten Gestalten. Fast jeder Buchener besitzt ein solches Kostüm - dieses Jahr muss es leider im Schrank bleiben.

Auch in der Mannheimer Innenstadt trifft man derzeit nur auf Maskierte, aber eben nicht auf Verkleidete.

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