Neckarwiese Ausschreitungen (Foto: SWR)

Polizeibilanz: Verletzte Beamte, demolierte Einsatzfahrzeuge

Haftbefehle und Fahndungen nach Krawallen auf Neckarwiese in Heidelberg

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Nach den Ausschreitungen auf der Heidelberger Neckarwiese am Pfingstwochende hat die Polizei jetzt Bilanz gezogen. Neben verletzten Polizisten gab es auch Haftbefehle.

Bei den Krawallen wurden nach Polizeiangaben eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter verletzt. Außerdem wurden acht Dienstfahrzeuge der Polizei beschädigt. Toiletten, Parkbänke, Tische sowie ein Corona-Testzelt seien demoliert worden. Der Schaden: 47.000 Euro.

Polizeieinsatz hatte Kritik ausgelöst

An dem Einsatz hatte es zuletzt auch heftige Kritik gegeben. Der Mannheimer Polizeisprecher Christopher Weselek verteidigt im SWR-Interview die Strategie, und hebt die Fahndungserfolge hervor:

Beschuldigte aus ganz Baden-Württemberg

Die bisherigen Ermittlungen, heißt es, wurden durch die Ermittlungsgruppe "Neckarwiese" der Mannheimer Polizei in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg geführt.

Insgesamt 13 Beschuldigte zwischen 17 und 22 Jahren, seien demnach ermittelt worden. Sie kommen aus mehreren Regionen Baden-Württembergs: aus dem Landkreis Karlsruhe, aus Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar- und dem Hohenlohekreis. Es laufen Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs. Zweimal sei zudem Haftbefehl erlassen worden.

Anklage gegen 18-Jährigen

Ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Karlsruhe sitzt aktuell in Untersuchungshaft. Gegen ihn wurde Anklage beim Jugendschöffengericht erhoben, heißt es.

RT @PolizeiMannheim: +++ Öffentlichkeitsfahndung +++ Nach den #Ausschreitungen am Pfingstwochenende auf der Neckarwiese #Heidelberg suchen…

Bei der Fahndung bittet die Polizei nach wie vor um Hinweise: Zwei weitere männliche Tatverdächtige sind noch immer nicht identifiziert worden. Nach ihnen sucht die Polizei mit Fahndungsfotos.

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Wohnungsdurchsuchungen, Auswertung von Smartphones

Nach Angaben der Ermittler sind 20 Wohnungen durchsucht und zahlreiche Beweise gesichert worden, insgesamt 21 Mobiltelefone. Über 250 übermittelte Videoaufzeichnungen müssten ausgewertet werden. Bislang seien zudem knapp 50 Hinweise eingegangen.

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