Das Baumhaus-Camp bei Neckarsteinach (Foto: SWR)

Baumhaus-Camp bei Neckarsteinach

Jugendliche bauen riesiges Baumhaus in 12 Metern Höhe

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Rund 60 Jugendliche bauen im Wald der Stiftung Schönau in Michelbuch ein großes Baumhaus, in dem sie dann auch wohnen werden. Alles im Rahmen des Projekts Baumhaus-Camp.

200 Baumstämme, 10 Kilometer Seil, 25 Kilogramm Nägel, 200 Quadratmeter Bretter, eine Riesenschaukel und eine Rutsche an einer Seilbahn. Das ist das Baumhaus-Camp. Dabei geht es aber nicht nur um Freizeit und Abenteuer im Wald, sondern auch um Wertevermittlung mit christlichen Inhalten.

Abenteuer, Natur und christlicher Glaube

Göran Schmidt, Leiter des Baumhaus-Camps, möchte mit der jährlichen Baumhaus-Aktion den Jugendlichen den Wald und die Natur mit Kopf, Herz und Hand näher bringen und dabei christliche Werte vermitteln. Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 30 Jahren packen mit an und bewohnen später ihr selbst erbautes Baumhaus.

"Das Baumhaus-Camp versteht sich als innovatives kirchliches Projekt. Die Teilnehmenden bilden eine christliche Gemeinschaft."

Das Baumhaus-Camp bei Neckarsteinach (Foto: SWR)
Am Lagerfeuer lassen die Baumhaus-Bauerinnen und Bauer die Abende ausklingen.

Innerhalb einer guten Woche soll das riesige Baumhaus fertig sein, das bis zu 12 Meter vom Waldboden entfernt ist. Noch bis zum 28. August werkeln die 30 Jugendlichen zusammen mit ihren 30 Betreuerinnen und Betreuern im Wald bei Neckarsteinach. Zwischendrin gibt es Essenspausen, abends wird am Lagerfeuer viel gequatscht, bis es um 23 Uhr dann zum Übernachten in die Zelte geht.

Beim Bau viel über sich selbst lernen

Nova Flühr ist schon das vierte Mal beim Baumhauscamp dabei. Besonders gut gefällt ihr das Gemeinschaftsgefühl untereinander und dass man sich mit sich selbst und seinem Verhalten mehr auseinandersetzt.

Baumhaus-Camp in Neckarsteinach (Foto: SWR)
Nova Flühr (vorne) baut bereits das vierte Mal ein Baumhaus.

"Ich merkte jedes Mal, wie unglaublich zufrieden ich danach war und wie viel ich über mich selbst und den Umgang mit anderen Menschen gelernt habe."

Großes Baumhaus mit mehreren Ebenen

Die Grundform sieht in etwa so aus, erklärt Göran Schmidt, Leiter des Baumhaus-Camps: Sie hängen Platten zwischen die Bäume, da kommen Bretter obendrauf. Dann kommt ein Geländer dran und ein Zeltdach obendrüber. Das Baumhaus besteht aus sechs Plattformen, von denen jede etwa 15 bis 20 Quadratmeter groß ist. Die Plattformen sind durch Stege und Treppen miteinander verbunden. So soll genügend Platz zum Schlafen, Kochen und Zusammenleben sein für die 60 Baumhausbewohner.

Das Baumhaus-Camp bei Neckarsteinach (Foto: SWR)
Das Baumhaus soll über mehrere Etagen gehen und so genügend Platz zum Wohnen bieten.

Das Baumhaus bleibt nach Ende des Camps drei Jahre stehen, im Herbst werden nur die Dachplanen entfernt. Das Baumhaus kann dann über eine Homepage von Interessierten angemietet werden.

Nachhaltigkeit

Bei der Aktion spielt auch Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Das Baumhaus wird zum Beispiel an den stehenden Bäumen nur mit Seilen und nicht mit Nägeln befestigt und das Material wird von den Vorgänger-Baumhäusern wiederverwendet und recycelt.

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