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Nach mehr als einem halben Jahr Bauzeit fahren auf der Bahn-Schnellfahrstrecke zwischen Mannheim und Stuttgart wieder Züge. In 37 Minuten kommen Fahrgäste jetzt von einer Stadt in die andere.

Zur symbolischen Wiederinbetriebnahme kamen am Samstag Vertreter von Bahn und Bundesregierung sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) nach Vaihingen an der Enz (Kreis Ludwigsburg).

Schnellbahnstrecke Mannheim-Stuttgart, auf der ein ICE fährt (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Die Schnellbahnstrecke Mannheim-Stuttgart ist saniert worden. Picture Alliance

Aufatmen bei Pendlern

Vor allem Pendler können aufatmen. Sie mussten in den vergangenen Monaten deutlich höhere Fahrzeiten in Kauf nehmen - weil die Züge über alte Regionalstrecken umgeleitet werden mussten. Seit Sonntag, den 1. November, läuft der Betrieb wieder wie vor der Baustellenzeit. Reisende können wieder in 37 Minuten von Mannheim nach Stuttgart fahren - oder umgekehrt, so die Bahn.

Bauarbeiten im Zeitplan

Die Bauarbeiten waren trotz der Corona-Krise planmäßig weitergelaufen und blieben im Zeitplan. Die Bahn hat insgesamt 183 Millionen Euro in die Modernisierung der Strecke investiert. Rund 300.000 Schwellen und 54 Weichen wurden erneuert.

Sanierungsarbeiten an der Schnellbahntrasse Mannheim-Stuttgart. Männer und Maschine am Gleis bei Kraichtal (Foto: SWR)
Sanierungsarbeiten an der Schnellbahntrasse Mannheim-Stuttgart.

Strecke ist fast 30 Jahre alt

Pro Tag fahren bei normaler Auslastung 184 Fernzüge mit 66.000 Passagieren auf der Strecke zwischen Mannheim und Stuttgart. Laut Bahn sind außerdem 24 Güterzüge täglich dort unterwegs. Die 99 Kilometer lange Strecke war 1991 komplett in Betrieb genommen und seit dem 10. April dieses Jahres erneuert worden.

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