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Der gebürtige Mannheimer Albert Speer rückte als Architekt und Minister zu einem der engsten Vertrauten Hitlers auf. Eine Ausstellung im Marchivum zeigt sein Leben in allen Facetten.

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"Albert Speer in der Bundesrepublik – Vom Umgang mit der deutschen Vergangenheit“ - so heißt die erste große Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände Nürnberg, die jetzt nach Mannheim kommt. Sie widmete sich dem NS-Verbrecher Albert Speer. Ihm war es mit geheuchelter Reue und geschickten Lügen vor dem Nürnberger Kriegsverbrechertribunal gelungen, dem Galgen zu entrinnen.

Nach seiner Freilassung stieg Speer dank medialer Helfershelfer zum beliebten, weil reumütigen Zeitzeugen auf. Erst lange nach Speers Tod im Jahr 1981 gelang es einer Schar von Historikern, seine Lebenslügen zu entlarven. Einer breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht wurde dies in der Nürnberger Ausstellung.

Speer-Ausstellung in Nürnberg: 30.000 Besucher

Mehr als 30.000 Besucher sahen die Ausstellung 2017. Danach ging sie bundesweit auf Reisen und macht nun in Mannheim Station, wo Speer 1905 zur Welt kam.

Der ehemalige Hochbunker, in dem das Marchivum untergebracht ist und in dem nun die Ausstellung bis zum 31. Mai 2020 gezeigt wird, war übrigens Teil des von Speer initiierten Reichsbunkerbauprogramms.

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