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Am Freitagmittag ist beim Vorsitzenden der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee am Luisenring in Mannheim eine Bombendrohung eingegangen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Mannheim mit.

Der Vorsitzende der größten Moschee in Baden-Württemberg habe die Bombendrohung erhalten und unverzüglich die Polizei verständigt. Diese habe die Moschee räumen lassen und die Umgebung abgesperrt.

Gebetsraum der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim. (Foto: dpa Bildfunk, Uli Deck)
Gebetsraum der Yavuz Sultan Selim Moschee in Mannheim vor Corona Uli Deck

Kein verdächtiger Gegenstand

Bei der Durchsuchung, bei der auch ein Sprengstoffhund eingesetzt wurde, wurde nichts Verdächtiges gefunden, so Polizei und Staatsanwaltschaft Mannheim in ihrer gemeinsamen Mitteilung. Daraufhin wurde die Moschee wieder freigegeben. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und die Polizeidirektion Heidelberg ermitteln.

Gemeinde dankt Polizei

Die Polizei habe schnell reagiert, sei sofort gekommen und habe kontrolliert, hieß es aus dem Vorstand der Moschee. Dort finden weiterhin Freitagsgebete statt. Während Corona halte man allerdings zwei Meter Abstand und es seien zu den vielbesuchten Freitagsgebeten lediglich 210 Gläubige zugelassen.

Sprengstoffhunde in Mannheimer Moschee

Die Beamten hätten außerordendlich feinfühlig reagiert, so ein Vorstandssprecher. Dem Sprengstoffhund habe man Pfotenüberzieher angezogen, sodass der Teppich, auf den sich die Gläubigen beugen, nicht verschmutzt. Das sei sehr kultursensibel gewesen, man sei berührt.

Bombendrohung bereits in der Vergangenheit

In der Vergangenheit gab es mehrfach ähnliche Vorfälle. Im vergangenen Dezember war letztmals eine Bombendrohung eingegangen. Auch damals wurde die Moschee nach stundenlager Durchsuchung wieder freigegeben.

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