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In Heidelberg haben rund 20 Umweltaktivisten vor dem Haupteingang des Baustoffherstellers Heidelberg Cement demonstriert. Die Polizei hat den Protest friedlich beendet.

Mit ihrer Aktion wollte die Gruppe "Wurzeln in Beton" nach eigenen Angaben auf Klimaschäden durch die Zementindustrie hinweisen. Die Polizei war am Freitagvormittag mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Die Beamten und Beamtinnen konnten den Protest kurz vor Mittag friedlich beenden. Nach SWR-Informationen will Heidelberg Cement keine Strafanzeige stellen.

Demonstration vor Firmenzentrale von Heidelberg Cement (Foto: SWR)
Aktivisten protestieren vor Firmenzentrale von Heidelberg Cement.

Aktivisten werfen Heidelberg Cement Umweltzerstörung vor

Mit Transparenten hatten die Aktivisten und Aktivistinnen ihrem Unmut Luft gemacht. In ihren Augen arbeitet das Unternehmen umweltzerstörend. Außerdem sei die Produktion von Zement ein Klimakiller. Zudem, so die Aktivistengruppe "Wurzeln in Beton", werde beim Abbau der Rohstoffe die Lebensgrundlage vieler Menschen im globalen Süden zerstört. Sie fordern nachhaltige Alternativen zu nutzen. Heidelberg Cement möchte sich bisher nicht zu der Aktion äußern. Die Aktivisten und Aktivistinnen sanden teilweise vor der Zentrale des Unternehmens, einige befinden auch oben auf dem Eingangs-Vordach.

Auch die Mannheimer Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut (LINKE) war in Heidelberg vor Ort. Gegenüber der SWR sagte sie, sie finde die AKtion grundsätzlich gut. Sie sei als parlamentarische Beobachterin vor Ort.

"Man muss Alternativen zu Zement finden, die CO2-freundlicher sind als bislang. Die Unternehmen müssen mit der Forschung und der Wissenschaft Lösungen finden."

Demonstration Heidelberg Cement (Foto: SWR)
Ein Aktivist hat seine Füße zum Protest in einen Kübel einbetoniert.

Stimmung ist gut #endezemende https://t.co/XcVAdAyYdw

Immer wieder Proteste

Es ist nicht das erste Mal, dass Menschen gegen das Unternehmen protestieren. Zuletzt hatten während der virtuellen Hauptversammlung von Heidelberg Cement rund 200 Mitglieder von Heidelberger Umwelt-, Friedens- und Menschenrechtsorganisationen vor dem Neubau am Neckarufer demonstriert. Darunter Fridays for Future und Robin Wood. Aktivisten allen Alters auch aus anderen Städten hatten sich den Protesten angeschlossen.

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