Sinsheim: Jugendlicher soll Jugendlichen erstochen haben - Staatsanwaltschaft Heidelberg (Foto: SWR)

Anklage beim Landgericht

Heidelberger Betreuer soll riesige Summen veruntreut haben

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Ein 35 Jahre alter Berufsbetreuer soll mehr als eine halbe Million Euro von den Konten seiner Klienten veruntreut haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg Anklage erhoben.

Der Verdacht lautet auf gewerbsmäßige Untreue. Der Mann war vom Amtsgericht Heidelberg in vielen Fällen als Betreuer bestellt worden.

Geld auf privates Konto überwiesen

Nach dem Tod einer 97-jährigen, die der Mann betreut hatte, fiel dem Erben auf, dass von ihrem Konto eine fünfstellige Summe auf das Privatkonto ihres Betreuers überwiesen worden war. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es dafür keinen rechtlichen Grund gab. Der Erbe zeigte den Betreuer daraufhin an.

Angeklagter räumt Vorwürfe ein

Im Zuge der weiteren Ermittlungen fielen dann zwei weitere Fälle auf, bei denen der Angeschuldigte hohe Beträge auf sein eigenes Konto überwiesen hatte. Daraufhin erließ das Amtsgericht Heidelberg einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 35-Jährigen. Er räumte die Vorwürfe ein und wurde zunächst auf freien Fuß gesetzt.

Gesamtschaden: Über eine halbe Million Euro

Insgesamt ermittelten Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei nach eigenen Angaben zehn weitere Geschädigte. Die veruntreute Summe soll mehr als eine halbe Million Euro betragen. Die Anklage geht von fast 200 einzelnen Überweisungen aus. Mit dem Geld soll der Berufsbetreuer unter anderem zwei Luxus-Fahrzeuge finanziert haben. Sie wurden beschlagnahmt.

Wann es zu einem Prozess kommt, steht bislang nicht fest.

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