Ein Schüler verschickt böse Nachrichten mit einem Smartphone. (Foto: picture-alliance / dpa, Oliver Berg)

Zertifikat für Anti-Mobbing-Projekt Rote Karte für Mobbing an der Realschule Waibstadt

Als erste Schule in Deutschland hat die Realschule Waibstadt (Rhein-Neckar-Kreis) ein Zertifikat für ein spezielles Anti-Mobbing-Programm erhalten. Wissenschaftler begleiten das Projekt.

Das teilte die Baden-Württemberg Stiftung mit. Die Schule hat demnach 18 Monate lang Schüler, Eltern, Lehrer und Schulsozialarbeiter mit dem sogenannten Olweus-Programm für Mobbing sensibilisiert. Das Präventionsprogramm, benannt nach dem schwedisch-norwegischen Psychologen Dan Olweus, wird demnach von der EU-Kommission empfohlen. Seine Methode soll das Klassenklima verbessern.

Mobbing "kein neues Thema"

Wissenschaftler der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg organisieren die Umsetzung für 19 Schulen in Baden-Württemberg und begleiten sie wissenschaftlich. "Mobbing ist kein neues Thema, hat aber durch die Anonymität des Internets und die enorme Verbreitung sozialer Medien eine neue Dimension bekommen", sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) laut Mitteilung. Die Realschule Waibstadt mache vor, wie eine Kultur des Hinschauens Einzug an Schulen halten kann.

Die Zertifizierung muss laut Baden-Württemberg Stiftung alle zwei Jahre erneuert werden. Die Stiftung finanziert das Programm mit rund 600.000 Euro.

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