Ferngesteuerter Traktor (Foto: SWR)

Zentimeter genau gesteuert Modellprojekt "SAPOS": Selbstfahrende Traktoren in Ladenburg

Es ist ein Vorzeigeprojekt der Digitalisierung: In Ladenburg (Rhein-Neckar-Kreis) hat Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) am Freitag das Modellprojekt "SAPOS für die Landwirtschaft" vorgestellt.

Der Satellitenpositionierungsdienst SAPOS wird in Baden-Württemberg vom Landesamt für Geoinformation betrieben. Mit seiner Hilfe können die Bauern hochpräzise Satellitendaten zur Steuerung landwirtschaftlicher Maschinen nutzen. Die fahren dann autonom und in Echtzeit.

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Exaktes Pflügen und mechanische Unkrautentfernung

Bei der Projektvorstellung in Ladenburg sagte Landwirtschaftsminister Hauk, die Digitalisierung nehme in Sachen Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in der Landwirtschaft der Zukunft eine Schlüsselrolle ein. Die Technologie ermögliche zum Beispiel exaktes Pflügen, präzise Aussaat, eine effektive mechanische Unkrautentfernung und einen bedarfsgerechten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Die Landwirte, die am Modellprojekt mitwirken, leisteten hierbei Pionierarbeit, so Hauk in Ladenburg.

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SAPOS-Projekt weiter ausbauen

An dem 100.000 Euro teuren Modellversuch haben insgesamt 100 Landwirte teilgenommen. Hauk will das System weiter ausbauen. Dafür wären drei Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren nötig. Das Landwirtschaftsministerium rechnet mit mehr als 1000 Interessenten aus der Landwirtschaft.

Extrem genaue Positionierung

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung betrieb SAPOS bisher in kleinerem Rahmen. Die Erweiterung für die Landwirtschaft basiert auf bereits vorhandenen Daten. Der Dienst ist in der Lage, die Position eines Traktors mit ein bis drei Zentimeter Genauigkeit zu bestimmen - das ist weit genauer als andere Systeme.

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