"Zeitgenießische Galerie" Pop-Up-Kunst im Heidelberger Pfaffengrund

Zwischen Reihen- und Einfamilienhäusern trifft man im Heidelberger Pfaffengrund ganz unverhofft auf Kunst: Ein junges Ehepaar hat dort eine kleine Pop-Up-Galerie eröffnet.

Wer den Heidelberger Stadtteil Pfaffengrund kennt, der denkt wahrscheinlich an Genossenschaftssiedlungen, Fabrik- und Gewerbegelände und die vielbefahrene Durchgangsstraße Richtung Eppelheim. Der etwas unscheinbare Stadtteil ist aber auch für Überraschungen gut: Seit April gibt es hier eine kleine, feine Pop-Up-Galerie: Etwa 30 Quadratmeter ist sie groß, vorher hatte in dem Raum jahrzehntelang ein Schuster sein Geschäft.

Galerie ist Familienprojekt

Ein junges Künstler-Ehepaar hat die „Zeitgenießische Galerie“ eröffnet: Dominik Baer ist Musiker und hat familiäre Wurzeln in Heidelberg. Anna Baer ist Malerin und stammt aus den USA. Die beiden kennen sich aus Internatszeiten in Thailand. Die Pop-Up-Galerie im Pfaffengrund ist eines ihrer gemeinsamen Projekte. Und ihr gemeinsamer eineinhalbjähriger Sohn ist immer mit dabei.

die Galeristen Dominik und Anna Baer in ihrer neuen Galerie in Heidelberg-Pfaffengrund (Foto: SWR)
Das Künster-Ehepaar mit ihrem kleinen Sohn in der "Zeitgenießischen Galerie"

Unterschiedliche Ausstellungen geplant

Das Künstler-Ehepaar hat in seiner Galerie bis August ganz unterschiedliche Projekte geplant: Derzeit sind in der Galerie die farbenfrohen und sehr kraftvoll wirkenden Bilder von Anna Baer zu sehen, die sie zur Musik ihres Mannes gemalt hat. Aber auch andere Künstler aus der Region sollen hier ausgestellt werden und internationale Künstler. Anna und Dominik Baer denken auch über eine Ausstellung mit reparierten Schuhen nach, denn fast jeder zweite Galeriebesucher erzählt ihnen eine Geschichte zu dem alten Schuhmacher, der vorher in dem Laden war.

Galerie wird gut angenommen

Anna und Dominik Baer erzählen, dass sie mit ihrem Kunst-Projekt im Pfaffengrund herzlich aufgenommen wurden. Junge Familien guckten ebenso bei ihnen hinein wie Alteingesessene. Zur Eröffnung seien rund 150 Menschen gekommen, die ganze Straße sei voller Besucher gewesen. Seitdem hat die Galerie offiziell jeden Sonntagnachmittag geöffnet, tatsächlich aber auch immer mal wieder unter der Woche.

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