In Mannheim hat die "Fridays for Future" Demonstration begonnen (Foto: SWR, Esther Urig)

Weltklimatag Mehr als 18.000 Teilnehmer bei "Fridays for Future" in Mannheim und Heidelberg

Der Klimastreik hatte am Freitag auch Mannheim erfasst. Die Demonstration startete vor dem Hauptbahnhof. In Heidelberg war die "Fridays for Future"-Demo eine der größten Protestaktionen, die es in Heidelberg jemals gegeben hat.

In Berlin traf sich das Klimakabinett der Bundesregierung, in New York tagte der UN-Klimagipfel - und in Mannheim und Heidelberg begleiteten tausende Menschen die klimapolitischen Treffen mit ihren Protesten.

Klimastreik in Mannheim

Bereits um fünf vor 12 Uhr läuteten in Mannheim die Kirchenglocken den Klimaprotest ein - als Mahnung, den Klimawandel aufzuhalten und die Erde nicht weiter zu zerstören. Etliche Kirchen in der Region beteiligten sich an der Aktion.

"Wir müssen uns für den Klimaaktionstag einsetzen, weil die Schöpfung ein Gottesgeschenk ist. Es darum geht, dieses Geschenk zu pflegen. Auch für nachfolgende Generationen."

Karl Jung, Stadtdekan der katholischen Kirche Mannheim

Als einer der letzten im ganzen Bundesgebiet setzte sich um 17 Uhr dann auch der Demonstrationszug vom Hauptbahnhof aus in Bewegung. Nach Angaben der Veranstalter waren zahlreiche Menschen gekommen, die Polizei sprach von mindestens 8.000 Teilnehmern. Auf Grund der vielen Demonstranten kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet.

RT @rnvGmbH: #Achtung #MA #Update Aufgrund der zu erwartenden Größe der #Klima-Demonstration in der Innenstadt #Mannheim heute wird der Sta…

10.000 Demonstranten in Heidelberg

Dauer

In Heidelberg waren am Freitagvormittag nach Angaben einer Polizeisprecherin in der Spitze rund 10.000 Demonstranten auf der Straße - so viele wie in der Stadt schon lange nicht mehr bei einer Kundgebung.

Schon vor 11 Uhr hatten sich viele Aktivisten in Heidelberg versammelt. Kurz nach 11 Uhr setzte sich der Demo-Zug in Gang. Mit dabei ganz unterschiedliche Menschen: Nicht nur Schüler und Studierende, sondern auch Vertreter von Kirchen, Gewerkschaften und aus der Politik.

"Jeder Einzelne kann etwas tun. Es ist dringender denn je."

Line Niedeggen, Mitorganisatorin "Fridays for Future" Heidelberg

Der "Traum" der Organisatoren hat sich also erfüllt. Viele Heidelberger haben sich der Bewegung angeschlossen.

Transparente überall: Klimaprotest kreativ gestalten

Klimastreik Heidelberg

Fridays for Future Plakat (Foto: SWR)
Zahlreiche Aktivisten haben sich - fast schon traditionell - bunte Transparente und Banner gebastelt. Bild in Detailansicht öffnen
Ein großes Thema: Der Umgang mit CO2. darüber berät auch die Politik - könnte der Ausstoß in Zukunft stärker sanktioniert werden? Bild in Detailansicht öffnen
Provokativ und Direkt: Die Demonstranten mögen nicht nur bunte Fraben, sondern auch plakative Slogans. Bild in Detailansicht öffnen
Insgesamt waren in der Spitze nach Polizeiangaben gut 10.000 Demonstranten in Heidelberg unterwegs. Hier bei der Abschlusskundgebung. Bild in Detailansicht öffnen

Globale und lokale Forderungen

Die Kernforderungen der "Fridays for Future"-Bewegung Deutschland benennt Line Niedeggen klar: Bis Ende 2019 solle ein Viertel der Kohlekraft abgeschaltet werden. Außerdem sollen die Subventionen für fossile Energieträger eingestellt werden. Darüber hinaus müsse eine CO2-Abgabe eingeführt werden.

Mächtig was los in #Heidelberg zum #GlobalClimateStrike ⁦@sciforfuture⁩ ⁦@FridayForFuture⁩ https://t.co/aGJFcZKqhI

Auch dem Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner haben die Aktivisten schon ihre Forderungen zukommen lassen. Beispielsweise solle sich Heidelberg an das sogenannte Pariser Abkommen halten, das 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet worden ist.

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