Bluttest-Skandal an Uniklinik Heidelberg Kernaussagen aus zweitem Kommissionsbericht veröffentlicht

Der Abschlussbericht zum Heidelberger Bluttestskandal ist gestern wegen einer einstweiligen Verfügung verschoben worden. Jetzt sind aber Kernaussagen des Berichts einer zweiten Kommission veröffentlicht worden.

Die Pressekonferenz am Dienstag war zunächst abgesagt worden, weil der als hauptverantwortlich identifizierte Chef der Frauenklinik, Christof Sohn, eine einstweilige Anordnung erwirkt hatte. Dies gilt aber offenbar nur für den Bericht der externen, unabhängigen Kommission. Der Bericht der internen Senatskommission ist davon nicht betroffen.

Interne Kommission mit gleichem Ergebnis

Die Senatskommission, die aus Lehrkräften und Ombudsleuten besteht, kommt laut Universität zu dem Ergebnis, dass es im Zusammenhang mit dem umstrittenen Bluttest zur Brustkrebs-Früherkennung in mehrfacher Hinsicht zu wissenschaftlichem Fehlverhalten gekommen ist. Hauptverantwortlich dafür sei der Chef der Universitäts-Frauenklinik, Prof. Christof Sohn.

Dauer

"Handwerkliche Fehler"

Trotz wiederholt schlechter Ergebnisse und mehrfacher Warnungen habe er keine Neuausrichtung des Projekts veranlasst. Auch die so wörtlich "verfrühte medienwirksame Veröffentlichung" wurde von der Senatskommission als gravierendes Fehlverhalten gewertet. Darüber hinaus sei es bei der Entwicklung des Tests von Anfang an zu handwerklichen Fehlern und Mängeln gekommen.

Gleiche Aussagen wie im Zwischenbericht

Damit entspricht der Abschlussbericht der internen Senatskommission in den zentralen Aussagen dem Zwischenbericht der externen Kommission, der bereits vor Monaten veröffentlicht worden war.

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