Real Supermarkt in Mutterstadt (Foto: SWR)

Auseinandersetzung zwischen Metro und Verdi Aktion gegen geringe Löhne bei Real

Der Metro-Konzern als Eigentümer der Supermarktkette Real drängt Beschäftigte aus dem alten Flächentarifvertrag. Das sagt die Gewerkschaft Verdi und macht dagegen mit Aktionen mobil.


Verdi kritisiert unter anderem die Arbeitszeiten und die teilweise niedrigen Gehälter bei Real, die durch einen neu abgeschlossenen Tarif-Vertrag zustande kommen. Die Gewerkschaft fordert eine Rückkehr in den Flächentarif-Vertrag.

Mitarbeiter verteilen Flyer

Sie will am Donnerstag und am Freitag mit einer Aktion darauf aufmerksam machen. Geplant ist, dass Mitarbeiter Flyer auf den Parkplätzen der drei Real-Filialen in der Region verteilen, also in Mannheim, Brühl und Edingen-Neckarhausen. Das Problem bestehe aber bundesweit, sagte Sabine Möller von Verdi.

Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit

So sei es möglich, dass eine Kassiererin bei gleicher Arbeit 1.000 Euro brutto weniger verdiene als eine Kollegin. Das Gehalt betrage dann noch 1.900 Euro brutto - und das mit Mehrarbeit. Real gehört zur Metro Gruppe, die hatte die Verträge mit Verdi Mitte des Jahres gekündigt. Stattdessen bekommen neue Mitarbeiter nach Angaben von Verdi einen Tarif-Vertrag angeboten, der mit der kleinen Gewerkschaft DHV ausgehandelt worden ist. Dieser sei ursprünglich für ganz andere Beschäftigungsbereiche erstellt worden, so kleine Gewerkschaft DHV.

Metro will Real verkaufen

Metro nennt den neuen Vertrag in einer schriftlichen Stellungnahme "modern" und will so "ein branchenübliches Gehalts-Niveau" erreichen. Die Gewerkschaftler in Mannheim gehen davon aus, dass die Real-Supermärkte für einen Verkauf attraktiv gemacht werden sollen. Die Metro Gruppe will alle Real-Filialen verkaufen.

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