Plage auf der Neckarwiese Stadtverwaltung Heidelberg fordert den Abschuss von Wildgänsen

Jäger in Heidelbergs Umgebung sollen auf Wunsch der Heidelberger Stadtverwaltung vermehrt Nilgänse jagen. Die Vogelart hat sich massiv ausgebreitet, zum Beispiel auf der Neckarwiese.

Vor allem Nilgänse aber auch Kanadagänse verschmutzen die Neckarufer und die Neckarwiese mit Kot. Die Stadt hofft, dass sie die Wildgänse aus dem Stadtgebiet vertreiben kann. Dort ist der Abschuss von Tieren aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt.

Wildgänse auf der Neckarwiese in Heidelberg (Foto: SWR)
Wildgänse auf der Neckarwiese in Heidelberg

Vertreibung geplant

Die Vertreibung der Gänse soll unter anderem dadurch erreicht werden, dass die Tiere nicht mehr genug Futter finden. Geldstrafen für das Füttern von Gänsen sollen deutlich erhöht werden. Andere Kommunen entlang des Neckars hatten auch schon verschiedene Maßnahmen ergriffen, um der Gänseplage Herr zu werden. Aber die Verwaltungen scheuen Maßnahmen, die Tierschützer auf den Plan rufen würden.

Zaghafte Maßnahmen ohne Erfolg

Ladenburg im Rhein-Neckar-Kreis hatte beispielsweise eine Sondergenehmigung für Gatter-Bejagung. Dabei werden Gänse mit Futter in ein großes Gehege gelockt, eingesperrt und (meist mit einem Schnitt durch die Kehle) getötet. Von dieser Genehmigung hatte die Gemeinde aber nie Gebrauch gemacht.

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