Sohn stellt Strafanzeige Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt nach Tod von Rebellenführer

Nach dem Tod des ruandischen Rebellenführers Ignace M. ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Der 55-Jährige war vor einer Woche in einem Mannheimer Krankenhaus gestorben.

Ignace M. im Gerichtssaal (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Ignace M. wurde im Jahr 2011 wegen Beihilfe zu Kriegsverbrechen verurteilt Picture Alliance

Der 55-Jährige war 2015 vom Oberlandesgericht Stuttgart als Rädelsführer einer Terrorvereinigung im Ostkongo zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt worden - und zwar wegen Beihilfe zu Kriegsverbrechen. Seitdem saß der Chef der Vereinigung "Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas" in Mannheim in U-Haft - in Mannheim hatte er zuvor auch einige Zeit gelebt.

Obduktion der Leiche angeordnet

Anfang April wurde Ignace M. in eine Mannheimer Klinik eingeliefert, wo er einige Tage später starb. Jetzt hat der 15-jährige Sohn des Mannes über eine Anwältin Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Man habe Zweifel daran, dass in der Haft alles ordnungsgemäß zugegangen sei. Laut Staatsanwaltschaft wird nun ein Todesermittlungsverfahren durchgeführt. Inzwischen sei die Obduktion des Leichnams angeordnet worden.

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