Gelten als Kampfhunde - ein American-Staffordshire-Mix Hund.  (Foto: dpa Bildfunk, Paul Zinken (Symbolbild))

Vorwurf schwere Körperverletzung Kampfhunde-Attacke in Leimen: Prozess beginnt im Dezember

An Pfingsten wurde bei Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) ein 15-Jähriger von zwei Kampfhunden attackiert und schwer verletzt. Im Dezember beginnt am Landgericht Heidelberg der Prozess gegen die beiden Männer, die die Hunde auf den Jugendlichen gehetzt haben sollen und den Halter.

Prozessauftakt ist am 3. Dezember. Danach hat das Landgericht Heidelberg noch vier weitere Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil ist für den 16. Dezember geplant. Die Hauptangeklagten sind ein 16-Jähriger und ein 22-Jähriger. Ihnen wird gemeinschaftliche schwere Körperverletzung vorgeworfen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die beiden am Pfingstmontag auf einem Feldweg zwischen Leimen und Heidelberg zwei American Staffordshire Terrier auf einen Bekannten gehetzt haben. Dieser sei dort zusammen mit drei anderen Jugendlichen mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Die Hunde zogen den Jungen vom Rad und bissen ihn ins Gesicht. Dabei verletzten sie ihn schwer.

Hundebesitzer ebenfalls angeklagt

Angeklagt ist auch der 21-jährige Besitzer der Hunde. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft fahrlässige Körperverletzung vor. Der Mann hatte seinen minderjährigen Bruder und dessen Begleiter laut Staatsanwaltschaft mit den zwei Hunden ohne Maulkorb und Leine Gassi gehen lassen - womit er gravierend gegen die Kampfhundeverordnung verstieß.

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