ICE im Mannheimer Hauptbahnhof (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance / dpa/dpaweb)

Stadt begrüßt Pläne für Schnellbahntrasse ICE-Neubaustrecke Mannheim-Frankfurt: Bahn bevorzugt Tunnel

Wo genau soll die neue Schnellbahntrasse der Bahn zwischen Frankfurt und Mannheim verlaufen? Darüber wird seit Jahrzehnten diskutiert. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.

Die Bahn hat mehrere Varianten für den Trassenverlauf geprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass eine Tunnellösung, die südlich von Lorsch (Kreis Bergstraße) durch den Wald direkt bis in den Norden Mannheims führt, am besten abschneidet. So teilte es die Bahn den beteiligten Kommunen und Verbänden am Freitag mit.

Die "Tunneldiagonale" bekommt also den Vorzug vor den oberiridischen Varianten entlang den Autobahnen A5 bzw. A67. Den Ausschlag gab dabei, so die Stadt Mannheim, die Abwägung ökologischer und wirtschaftlicher Aspekte. Die jetzt bevorzugte Variante wird zwar teurer, zerschneidet aber nicht den Lampertheimer Wald. Zwei Drittel des knapp 15 Kilometer langen Abschnitts sollen künftig im Tunnel verlaufen.

DB Netz AG: Beste Variante für Mensch und Umwelt

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Stadt Mannheim begrüßt Entscheidung der Bahn

Die Stadt Mannheim begrüßt die Entscheidung der Bahn. Die Variante stelle sicher, dass der Mannheimer Hauptbahnhof nicht umfahren werden kann. Außerdem könnte der geplante Tunnel in einen weiteren Tunnel unter dem Stadtgebiet münden und so ein "optimaler Lärmschutz" für die Bürger erreicht werden, sagte Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD). Die Bahn soll diese Fortführung des Tunnels jetzt ebenfalls prüfen.

IHK Metropolregion Rhein-Neckar fordert Planung aus einem Guss

Die Industrie- und Handelskammern in der Metropolregion betonen in einer Stellungnahme, dass die Planung der gesamten Strecke von Frankfurt nach Mannheim und weiter nach Karlsruhe aus einem Guss erfolgen müsse. Aufgrund langfristiger Prognosen für den Personen- und Güterverkehr seien zusätzliche Gleise unabdingbar. Der Tunnel von Lorsch nach Mannheim-Waldhof sei dabei lediglich als ein Baustein zu sehen.

Auch der Kreis Bergstraße begrüßt die Trassenführung

Der Landrat des südhessischen Kreises Bergstraße, Christian Engelhardt (CDU), bezeichnete die Entscheidung der Bahn als "positives Ergebnis", das aber noch Fragen offen lasse. Wichtig sei nun, dass der Lärmschutz oberste Priorität bekomme und keine landwirtschaftlichen Flächen wegfielen.

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