Schädlingsbekämpfer unter Wucher-Verdacht Polizei im Odenwald ermittelt: Rattenköder für 2.000 Euro?

Die Polizei in Schefflenz (Neckar-Odenwald-Kreis) ermittelt gegen einen Schädlingsbekämpfer wegen Wuchers. Der Mann soll horrende Preise für die Bekämpfung von Hornissen und Ratten verlangt haben.

Eine Frau aus dem Ortsteil Kleineicholzheim rief laut Polizei den Kammerjäger zur Bekämpfung einer Rattenplage. Als die Frau die Rechnung dafür bekam, schaltete sie die Polizei ein: Der Schädlingsbekämpfer hatte für das Auslegen von Rattenködern mehr als 2.200 Euro in Rechnung gestellt.

Ratte unter einer Mülltonne (Foto: Imago, imago images / Michael Schick)
Imago imago images / Michael Schick

Anderthalb Stunden Arbeit für 1.250 Euro

In einem anderen Fall wurde der Schädlingsbekämpfer gerufen, nachdem Hornissen das Grundstück eines Mannes aus Mittelschefflenz heimgesucht hatten. Auch er nahm die Dienste des Schädlingsbekämpfers aus dem Ruhrgebiet in Anspruch. Der erledigte erfolgreich seine Arbeit, verlangte aber für seinen anderthalbstündigen Einsatz 1.250 Euro.

Polizei ermittelt wegen Wuchers

Nun ermittelt die Polizei in Schefflenz in den beiden Fällen wegen des Verdachts des Wuchers. Es sei nicht auszuschließen, dass es im Raum Schefflenz noch weitere Geschädigte gibt. Die Polizei ruft diese auf, sich zu melden.

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