Nach einer Explosion in einem Wohnhaus in Wiesloch waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz (Foto: René Priebe)

Brandexperten ermitteln weiter Explosion in Wiesloch: Brandopfer außer Lebensgefahr

Der Bewohner, der bei der Explosion eines Hauses in Wiesloch schwer verletzt wurde, ist laut Polizei außer Lebensgefahr. Mittlerweile gibt es erste Hinweise zur Unglücksursache.

Nach Polizeiangaben ist die Ursache für die Explosion noch immer unklar. Nach bisherigen Ermittlungen könnten ein Gasherd und eine Propangasflasche die Detonation ausgelöst haben. Ob ein technischer Defekt oder fahrlässiges Verhalten zu dem daraus resultierenden Brand führten, werde derzeit von Brandexperten der Kriminalpolizeidirektion Heidelbeg und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg in Stuttgart untersucht.

Einen wichtigen Beitrag zur Klärung der Explosionsursache erhoffen sich die Ermittler von den Aussagen des 75-jährigen Bewohners, der bei dem Unglück schwer verletzt wurde. Er befindet sich laut Polizei auf dem Wege der Besserung. Er liegt in einer Ludwigshafener Klinik.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Oberer Gebäudeteil abgerissen

Laut Wieslochs Oberbürgermeister Dirk Elkemann sind bei dem Unglück sowohl das erste Obergeschoss als auch das Dachgeschoss des Hauses komplett ausgebrannt. Da der obere Gebäudeteil akut einsturzgefährdet war, wurde er bereits am Tag der Explosion kontrolliert abgerissen.

Teile des Hauses wurden durch die Explosion weggesprengt (Foto: SWR, Christian Scharff)
Teile des Hauses wurden durch die Explosion weggesprengt Christian Scharff

Durch die Detonation waren Trümmer des Hauses auf die Straße geschleudert worden. Die benachbarten Häuser wurden laut Polizei vorsorglich evakuiert. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Unter anderem kam ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Rund um den Einsatzort wurden großräumig Sperrungen errichtet.

Sachschaden rund 200.000 Euro

Die Polizei geht von einem Gesamtschaden in Höhe von rund 200.000 Euro aus. Außer dem Haus beschädigte die Explosion zwei Fahrzeuge, die in unmittelbarer Nähe standen.

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