Zwei zerstörte Autos vor einem Lkw auf der A6 (Foto: SWR)

Prozess am Amtsgericht Mannheim Bremsassistent absichtlich ausgeschaltet?

Am Montag hat vor dem Amtsgericht Mannheim der Prozess gegen einen Lkw-Fahrer begonnen. Er soll im Juni auf der A6 ungebremst in ein Stauende gefahren sein. Zwei Menschen kamen ums Leben.

Das Amtsgericht Mannheim ging am Montag vor allem der Frage nach, ob der Lkw-Fahrer seinen Bremsassistenten ausgeschaltet hatte oder nicht. Der Angeklagte versicherte im Gerichtssaal, er habe ihn aktiviert gehabt.

Laut Staatsanwaltschaft soll der 33-Jährige am 9. Juni auf der A6 bei Mannheim-Sandhofen mit über 80 km/h auf ein Stauende aufgefahren sein. Mehrere Autos wurden ineinandergeschoben. Zwei Frauen kamen ums Leben, elf weitere Menschen wurden verletzt. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tötung.

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Heftige Folgen für überlebende Unfallopfer

Der Fahrer des Pkw am Stauende ist seit dem Unfall ein Pflegefall. Die Anklage hatte vermutet, der Lkw-Fahrer habe das Assistenzsystem, das den Sicherheitsabstand kontrolliert und Bremsvorgänge einleiten soll, ausgeschaltet gehabt, um so schneller voranzukommen. Dadurch und aus Unachtsamkeit sei es zu dem Unfall gekommen.

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