Polizisten rennen zu den krawallierenden Demonstranten (Foto: Youtube, Kommunalinfo Mannheim)

Nach Krawallen bei Eröffnung von "Linkem Zentrum Mannheim" Staatsschutz ermittelt gegen Störer

Die Eröffnung des "Linken Zentrums Mannheim" ist unter anderem mit Pfefferspray behindert worden. Das Zentrum vermutet die "Identitäre Bewegung" dahinter. Nun ermittelt der Staatsschutz.

Dies sei immer dann der Fall, wenn der Verdacht bestehe, dass eine politisch motivierte Tat vorliege, so die Polizei. Etwa zehn Personen, die dem politisch rechten Lager zugerechnet werden, hätten demnach die Veranstaltung am Samstagnachmittag massiv gestört. Sie hätten unter anderem Pfefferspray eingesetzt. Ein 21-jähriger Mann wurde dabei verletzt. Außerdem wurde eine Signalfackel gezündet.

Störer werden im Rechtsaußen-Lager vermutet

Wie ein Mitglied des "Linken Zentrums Mannheim" mitteilte, seien sie nicht ganz überrascht worden. Der örtliche Revierleiter habe kurz vor der Eröffnungsfeier die erhöhte Präsenz der Polizei damit erklärt, dass entsprechende Hinweise vorlägen, dass die Feier gestört werden könnte.

Störer zum Teil szenebekannt

Das Zentrum glaubt, dass es sich bei einem der Störer um den Landesvorstand der Jungen Alternative Baden-Württemberg handelt. Außerdem vermute man Mitglieder der "Identitären Bewegung". Diese hätten versucht, sich Zutritt zu den Räumlichkeiten zu verschaffen. Das müsse nun geprüft werden, heißt es von Seiten der Polizei in Mannheim. Außerdem sei noch nicht endgültig geklärt, was genau vor Ort passiert sei.

Polizei vor Ort

Die Gruppe war am Samstag geflohen, als die Polizei am "Linken Zentrum Mannheim" eintraf. Während der Fahndung kontrollierten die Beamten neun Jugendliche und Heranwachsende, die nach ersten Erkenntnissen zu den Störern gehörten. Dabei hat die Polizei zwei Pfeffersprays beschlagnahmt. Außerdem fand sie sogenannte Passivbewaffnung, darunter sind zum Beispiel Sturmhauben oder Ellenbogenschützer zu verstehen.

Die Polizei erteilte allen Kontrollierten Platzverweise. Es laufen Ermittlungen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

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