Obrigheim Gedenken an Nazi-Opfer

Die Gemeinde Obrigheim gedenkt am Mittwochabend der Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten. Der Student Max Ehrmann aus dem Ortsteil Asbach hatte recherchiert, dass die Nationalsozialisten sechs Obrigheimer Bürger unter dem Vorwand der sogenannten „Rassehygiene“ ermordet haben. Auf der Gedenkveranstaltung stellt Ehrmann seine Forschungsergebnisse vor. Außerdem wird ein Gedenkbuch präsentiert, in dem die Lebensgeschichten der Opfer nachzulesen sind. Ab Ende Oktober gibt es zu diesem Thema eine Sonderausstellung im Obrigheimer Heimatmuseum. Die Nationalsozialisten hatten in Deutschland und in den besetzten Gebieten 216.000 Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen ermordet.

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