Berlin: Ein Mann geht im Berliner Hauptbahnhof an einem ICE entlang.  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Betrunkener Heidelberger verursacht Not-Halt von ICE Bahn will Sicherheit verstärken

Am Wochenende hatte ein angetrunkener Mann aus Heidelberg in einem ICE die Scheibe zum Lokführerstand eingeschlagen und den Lokführer bedroht. Jetzt reagiert die Bahn.

Nach dem Vorfall mit dem betrunkenen Fahrgast will die Bahn die Sicherheitsmaßnahmen an aktuelle Anforderungen anpassen. Der Angriff auf einen Lokführer sei einmalig, so die Bahn. Trotzdem wolle die Bahn reagieren, sagte eine Bahn-Sprecherin gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Betrunkener wollte Fahrgäste "retten"

Der Mann aus Heidelberg hatte am Sonntag in einem ICE mit einem Feuerlöscher die Scheibe zum Lokführerstand eingeschlagen und den Lokführer bedroht. Der Zug sei zu schnell unterwegs, sagte der Betrunkene, er müsse die Fahrgäste retten.

Türen aus Spezialglas

Die Türen zu Führerständen seien grundsätzlich verschlossen und ohne spezielle Schlüssel nur von innen zu öffnen, so die Bahn-Sprecherin. Scheiben in Fenstern und Türen von Eisenbahnfahrzeugen seien aus Spezialglas.  Die Sicherheitsmaßnahmen der Bahn würden aber "kontinuierlich weiterentwickelt und stets an aktuelle Anforderungen angepasst".  

Täter wieder frei

Der 30-jährige Mann war nach dem Vorfall vorübergehend festgenommen worden, ist aber laut Bundespolizei seit Montag aber wieder auf freiem Fuß. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Sachbeschädigung und Nötigung.

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