Bläuliches Wasser in einem Heidelberger Wasserwerk (Foto: SWR)

Mineraloge äußert Vermutung Blaues Wasser in Heidelberg: Liegt es am Kalk?

Während die Behörden noch rätseln, warum das Leitungswasser aus einem Heidelberger Wasserwerk bläulich schimmert, hat ein Experte eine Theorie: Schuld seien winzig kleine Kalk-Partikel.

Tilmann Althaus ist Mineraloge und Geochemiker in Heidelberg. Für ihn liegt die Erklärung für die Blaufärbung des Wassers auf der Hand: Es sei dasselbe Phänomen, das man etwa aus dem Blautopf kenne, der berühmten Karstquelle auf der Schwäbischen Alb.

Mikrokristalle nur im Nanobereich nachweisbar?

Demnach könnten sich in bestimmten Gesteinsschichten feinste Kalkpartikel bilden, die in der Schwebe bleiben und das Licht streuen, so dass das Wasser blau wirkt. Diese Mikrokristalle seien nur im Nanobereich nachweisbar und völlig harmlos.

Da der größte Teil des Heidelberger Wassers aus dem Rheingraben stamme, liege diese Erklärung auf der Hand, sagte Althaus dem SWR.

Gesundheitsamt will Theorie prüfen

Beim Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat man diese Theorie nach Angaben eines Sprechers ebenfalls schon in Erwägung gezogen. Sie soll nun überprüft werden, sagte Amtsleiter Rainer Schwertz auf SWR-Anfrage. Der Nachweis feinster Partikel sei allerdings aufwändig und brauche noch etwas Zeit.

STAND