Videokameras (Foto: picture-alliance / dpa)

Kameras auf öffentlichen Plätzen Mannheim startet neue Videoüberwachung

Die Stadt Mannheim lässt seit Freitag weitere zentrale Plätze mit Videokameras überwachen. Im Fokus: Der Paradeplatz in der Innenstadt und der Alte Messplatz. Bald soll die Überwachung ausgeweitet werden.

Hochauflösende Kameras beobachten die Plätze rund um die Uhr. In den Kernzeiten und vor allem in den Abendstunden sitzen Polizisten vor den Bildschirmen im Führungs- und Lagezentrum und versuchen, Straftaten zu erkennen. Der Betriebsstart der Kameras erfolgt nach Angaben der Stadtverwaltung um 12 Uhr. Die Aufnahmen bleiben 72 Stunden erhalten, dann werden sie überspielt.

+++ #Mannheim: #Videoüberwachung am #AltenMessplatz und #Paradeplatz heute gestartet +++ Wie die Stadt mannheim.de bereits angekündigt hat, sind heute Mittag um 12.00 Uhr die Kameras zur Videoüberwachung am Alten Messplatz und Paradeplatz in Betrieb gegangen. Entsprechende Hinweisschilder wurden ebenfalls angebracht. Es handelt sich dabei zunächst um sog. "herkömmliche" Videoüberwachung - eine automatisierte Bildauswertung erfolgt erst Ende November. Die Stadt und wir werden zu gegebener Zeit dann noch mal berichten. In der #BreitenStraße (inklusive #Marktplatz) wird die Videoüberwachung Anfang 2019 beginnen, sobald die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen und die Installation der Kameras in diesem Bereich abgeschlossen sind. Die Pressemitteilung der Stadt Mannheim findet Ihr hier: ➡ https://www.mannheim.de/de/nachrichten/beginn-der-konventionellen-videoueberwachung Eure #PolizeiMannheim

Erst in einigen Wochen beginnt die automatische Bildsteuerung der Kameras, bei der eine Software verdächtige Bewegungen feststellt und dann Alarm schlägt. Dabei geht es nicht um Gesichtserkennung, die ist laut Polizeigesetz in Baden-Württemberg nicht erlaubt.

PCs erkennen Kriminalität

Das neue Computerprogramm soll aber quasi selbstständig Straßenkriminalität erkennen und Polizisten alarmieren. Mannheim ist die erste Kommune Deutschlands mit einem solchen Programm. Erkennt die Software hektische oder untypische Bewegungen, etwa ein Schlagen, Rennen oder Fallen, blinkt eine Lampe auf, und ein Polizist schaut sich die Szene am Bildschirm an. Im Bedarfsfall soll eine Streife in gut zwei Minuten am Ort sein. Ein Vorteil: Die Polizei muss nicht nonstop auf die Bildschirme blicken.

In Mannheim gab es bereits von 2001 bis 2007 eine Kameraüberwachung am Paradeplatz. Den Bereich vor dem Hauptbahnhof haben Kameras seit 2007 im Blick.

Videoüberwachung umstritten

Die Überwachung mit Kameras sorgt bundesweit immer wieder für hitzige Diskussionen. Besonders seit dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016 mit zwölf Toten gibt es immer wieder Rufe nach einer verstärkten Beobachtung öffentlicher Plätze.

STAND