Straßenbahnunfall in Mannheim. Es gab mehrere Verletzte. (Foto: SWR, Dagmar Kwiatkowski)

Nach Straßenbahnunfall in Mannheim Verkehrsbetriebe gehen von menschlichem Versagen aus

Nach dem Straßenbahnunfall am Donnerstagmorgen in Mannheim geht die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) von menschlichem Versagen als Ursache aus. Die Untersuchungen sind aber noch nicht abgeschlossen.

Dauer

Ein rnv-Sprecher sagte dem SWR, im Stadtgebiet werde grundsätzlich auf Sicht gefahren. Der Fahrer müsse die Geschwindigkeit immer so regeln, dass er rechtzeitig vor einem Hindernis zum Stehen komme. Warum das bei dem Unfall nicht gelang, soll jetzt in Zusammenarbeit mit der Polizei ermittelt werden.

Auswertung der Black Box dauert noch

Die 13 Jahre alte Straßenbahn ist mit einer Black Box - ähnlich wie bei einem Flugzeug - ausgestattet. Aus den Daten können Sachverständige ersehen, ob und wenn ja wann der Fahrer eine Bremsung oder gar eine Vollbremsung eingeleitet hat, um den Aufprall noch zu verhindern. Die Auswertung kann laut rnv-Sprecher mehrere Tage dauern.

Passagiere nur leicht verletzt

Die Straßenbahn der Linie 7 war am Donnerstagmorgen in Fahrtrichtung Hauptbahnhof unterwegs, als eine weitere Straßenbahn der Linie 5 von hinten auffuhr. In dem vorderen Fahrzeug befanden sich noch keine Fahrgäste, sondern nur der Fahrer und fünf Fahrkartenkontrolleure der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH. Im hinteren Fahrzeug waren bereits Fahrgäste unterwegs. Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Insgesamt wurden 21 Menschen bei dem Unfall leicht verletzt; sie erlitten unter anderem Schürfwunden und Prellungen.

Immenser Schaden

An den Straßenbahnen entstand Sachschaden in Höhe von rund 200.000 Euro. Der Unfallbereich in der Mannheimer Innenstadt war mehrere Stunden gesperrt.

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