Mannheim Krankenkassen beschäftigen das Sozialgericht

Das Mannheimer Sozialgericht hat am Montag Bilanz gezogen; im Bereich der Verfahren rund um das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) blieben die Klagen konstant. Knapp 3.900 Fälle haben das Gericht im vergangenen Jahr beschäftigt. In anderen Bereichen gab es dagegen einen starken Anstieg an Klagen. Besonders deutlich war und ist das im Bereich der Verfahren, die sich mit Krankenversicherungen beschäftigen. Hier heißt es häufig: Krankenkasse gegen Klinik oder Krankenhaus. Knapp 60 Prozent mehr Verfahren haben das Sozialgericht hier beschäftigt. Hintergrund ist eine Gesetzesänderung. Die Verjährung von Ansprüchen der Krankenkassen auf Rückforderung von Vergütungen wurde auf zwei Jahre verkürzt. Insgesamt blieben die Verfahren konstant - die durchschnittliche Verfahrenszeit sei mit neun Monaten die niedrigste in Baden-Württemberg, sagte der Präsident des Sozialgerichts, Jörg Herth. Eine Herausforderung wird dagegen die Umstellung auf die elektronische Akte sein: In Mannheim kommt sie am 15. Oktober. Ab diesem Zeitpunkt sollen dann alle neu eingehenden Klagen elektronisch geführt werden.

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