Videokamera am Mannheimer Hauptbahnhof (Foto: SWR)

Videoüberwachung in Mannheim gestartet Intelligente Kameras entdecken verdächtige Bewegungen

Die intelligente Videoüberwachung von Plätzen in Mannheim hat begonnen. Die Kameras entdecken selbständig durch spezielle Software verdächtige Bewegungen.

Das System sei europaweit einzigartig, hieß es am Montag bei der Inbetriebnahme. Die Videoüberwachung ist am Hauptbahnhof gestartet. Weitere Plätze, die von der Polizei als Kriminalitätsbrennpunkte eingestuft sind, sollen innerhalb der kommenden Monate und Jahre folgen.

Dauer

72 Kameras als Ziel

Mannheim investiert 900.000 Euro für das System. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit weiteren 700.000 Euro. Geplant ist, dass 72 Kameras verschiedene Plätze in der Innenstadt und dem Stadtteil Neckarstadt fokussieren. Die ersten sind am Bahnhofsvorplatz installiert.

Videokameras an einer Wand der alten Feuerwache in Mannheim (Foto: SWR)
Videokameras an einer Wand der alten Feuerwache in Mannheim

Automatische Bildschirmauswertung

Getestet werden soll das System innerhalb der kommenden fünf Jahre, wie Mannheims Erster Bürgermeister und Ordnungsdezernent Christian Specht (CDU) sagte. Die neue Technik arbeitet nicht auf der Grundlage von Gesichtserkennung. Sie ermöglicht vielmehr eine automatische Bildauswertung. Bestimmte Verhaltensmuster, die auf Straftaten hindeuten wie etwa schlagen, rennen, treten, hinfallen, werden über entsprechende Algorithmen erkannt und sofort im Lagezentrum der Polizei gemeldet.

Startschuss der Videoüberwachung in Mannnheim (Foto: SWR)

Passt zum Polizeigesetz

Das jüngst geänderte Polizeigesetz des Landes stehe in Einklang mit der Anwendung der neuen Technologie, sagte Innenminister Thomas Strobl. Nach Angaben von Strobl würden außerdem private Bereiche wie Wohnungen verpixelt. Die Aufzeichnungen werden 72 Stunden aufbewahrt und dann vernichtet.

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