Knapp 1.600 Verstöße Polizei erwischt viele Rad- und E-Scooter-Sünder in Mannheim und Heidelberg

Die Polizei hat zwei Wochen lang in Mannheim Radfahrer und E-Scooter-Fahrer kontrolliert. Dabei wurden knapp 1.600 Verstöße festgestellt - für einige mit unangenehmen Folgen.

Polizeibeamte hatten an verschiedenen Stellen in Mannheim und Heidelberg die Rad- und E-Scooter-Fahrer angehalten. Dabei wurden bei Radfahrern knapp 1.400 Verstöße festgestellt. Rund 300 Mal überfuhren sie rote Ampeln, etwa 350 Radler waren ohne ausreichende Beleuchtung unterwegs. Außerdem fuhren 55 von ihnen entgegen der Fahrtrichtung.

Eine Polizistin kontrolliert in Mannheim einen Fahrradfahrer (Foto: SWR, Martin Gärtner)
Kontrolle an der Friedrich-Ebert-Brücke in Mannheim Martin Gärtner

Viele betrunkene E-Scooter-Fahrer

Bei den E-Scooter-Kontrollen wurde etwas mehr als 200 Verstöße festgestellt. So waren 28 der Fahrer betrunken oder hatten Drogen genommen. Sie müssen jetzt mit dem Entzug ihres Führerscheins rechnen, denn für E-Scooter gelten dieselben Promillegrenzen, wie für Autofahrer. Diese Promillegrenzen gelten übrigens auch für E-Bike-Fahrer, allerdings nur, wenn der Motor ihre Räder auf mehr als 25 km/h unterstützt. Für die Fahrer normaler E-Bike-Fahrer gelten höhere Promille-Grenzen.

Mehr Unfälle durch Ablenkung?

Die Verkehrskontrollen wurden vor allem wegen der gestiegenen Zahl an Unfällen mit Rad- oder E-Scooterfahrern vorgenommen. Laut Polizei gab es in Heidelberg im ersten Halbjahr 2019 bereits 190 Unfälle mit Radfahrern - in Mannheim waren es 168. Bei einigen dieser Unfall vermutet die Polizei, dass die Fahrer durch Smartphones oder ähnliche elektronische Geräte abgelenkt waren.

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