Die Mannheimer Agentur für Arbeit und die RNV haben in den vergangenen zwei Jahren geflüchtete Menschen als Fahrkartenkontrolleure und -fahrer ausgebildet. (Foto: SWR, Christina Riedel)

Mannheimer Projekt Flüchtlinge als Fahrausweiskontrolleure bei der RNV

Ein besonderes Projekt zur Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt hat am Dienstag Bilanz gezogen. Initiatoren des Projekts sind die Mannheimer Agentur für Arbeit und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV).

Elf junge Männer aus Krisen- und Kriegsgebieten hatten 2017 zunächst ein Praktikum als Fahrausweiskontrolleure bei der RNV gemacht. Danach waren sie täglich im gesamten Verkehrsgebiet im Einsatz. Einige der jungen Männer wurden laut RNV weiterqualifiziert und übernommen. Drei arbeiten nun als Straßenbahnfahrer und sind bei der RNV fest angestellt, so wie Mehboob Ahmad Hashim aus Pakistan.

In zwei Jahren zur Festanstellung

In Pakistan hatte Hashim nach dem Abitur eine Ausbildung zum Hotelfachmann gemacht. In Deutschland bekam er dann die Möglichkeit, das Praktikum bei der RNV zu machen. Und jetzt ist er Straßenbahnfahrer.

"Jetzt bin ich zufrieden. Es ist sehr gut gelaufen."

Mehboob Ahmad Hashim, Straßenbahnfahrer aus Pakistan
Straßenbahn Mannheim Rnv (Foto: picture alliance)
Drei Fahrkartenkontrolleure sind inzwischen festangestellte Straßenbahnfahrer picture alliance

Nützliche Sprachenvielfalt

Eine halbe Million Menschen aus vielen verschiedenen Nationen befördert die RNV täglich durch die Metropolregion. Und über 2.200 Menschen verschiedenster Nationalitäten arbeiten für das Verkehrsunternehmen. Daher hätten sich auch die Sprachkompetenzen der neuen Kollegen als sehr wertvoll erwiesen, so Steffen Grimm, Personalchef der RNV.

"Es ist natürlich gut, wenn wir Menschen haben, die die Sprache derer sprechen, die wir befördern. Insofern war das Projekt auch da ein absoluter Gewinn für uns."

Steffen Grimm, Personalchef der RNV

Projekt wird fortgeführt

Aufgrund des Erfolgs soll das Programm nun fortgesetzt werden. Derzeit sind nochmal für zwei Jahre Geflüchtete als Fahrkartenkontrolleure im Einsatz. Außerdem hoffen die Verantwortlichen nun auch noch geflüchtete Frauen für das Projekt begeistern zu können.

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