Festival des Deutschen Films Bjarne Mädel erhält in Ludwigshafen Preis für Schauspielkunst

Der Schauspieler Bjarne Mädel erhält in diesem Jahr beim Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen den Preis für Schauspielkunst. Er bekommt ihn am 1. September überreicht.

Nach der Preisverleihung wird der Kinofilm "25 km/h" mit Bjarne Mädel in der Hauptrollen gezeigt und anschließend ist er mit dem Direktor des Filmfestivals, Michael Kötz, in einem öffentlichen Bühnengespräch.

Portrait von Bjarne Mädel (Foto: Imago, Horst Galuschka)
Bjarne Mädel Imago Horst Galuschka

Bjarne Mädel ironisiert das Herrentum

Bjarne Mädel erhalte den Preis, weil er eine "Verkörperung des Wunschbildes vom Mann der Gegenwart" sei, so Festival-Direktor Kötz. Dieser sei "ohne herrischen Gestus und jederzeit zur Selbstironie bereit. Ein Held ohne Heldentum".

Rasant wachsende Bekanntheit

Bekannt wurde Bjarne Mädel mit der Serie "Stromberg" aus dem Jahr 2004 als "Ernie", der schrulliger Büro-Kollege in einer Versicherungsgesellschaft. Anschließend verkörperte er einen gutmütigen Provinz-Polizisten in der Serie "Mord mit Aussicht". Anschließend erlangte er als Tatortreiniger "Schotty" einen noch größeren Bekanntheitsgrad.

Für den entschleunigten Road-Movie "25 km/h" über zwei Brüder, die ihre Jugend mit einer ungewöhnlichen Mofa-Tour aufleben lassen, erhielt er den Ernst-Lubitsch-Preis für die beste komödiantische Leistung im Deutschen Film.

Biographisches

Bjarne Mädel wurde 1968 in Hamburg geboren. Er machte Abitur im hessischen Friedberg, ging zunächst nach Kalifornien und studierte dann in Erlangen Theaterwissenschaft und Literatur. Anschließend studierte er Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Sein erstes Engagement hatte er am Volkstheater Rostock.

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