Kollerfähre (Foto: SWR)

Ungewisse Zukunft Online-Petition soll Kollerfähre Brühl retten

Der Landes-Rechnungshof plädiert dafür, den Betrieb der Kollerfähre einzustellen. Mittlerweile wurde eine Online-Petition zum Erhalt des Fährbetriebs gestartet.

Die Petition zur Rettung der Kollerfähre hat mittlerweile über 1.400 Unterstützer gefunden. Dagegen empfliehlt der Landesrechnungshof, den Betrieb der Fähre einzustellen. Er sei unwirtschaftlich - und außerdem nicht Sache des Landes. Das Finanzministerium beklagt ein Minus von rund 740.000 Euro in den Jahren 2013 bis 2017 und verlangt, dass sich Brühl an den Kosten beteiligen muss. Schließlich diene der Fährbetrieb in erster Linie der Naherholung der Menschen in der Region.

Dauer

Sowohl der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises Stefan Dallinger als auch der Brühler Bürgermeister Ralph Göck sehen das anders: Zum einen sei die Kollerfähre ein wichtiges Verkehrsmittel, vor allem angesichts der derzeitigen Brückensperrungen in Ludwigshafen und Speyer. Die Fähre verbindet die rechts- und linksrheinische Landesstraße 630.

Außerdem habe man sich bereits mit fast einer halben Million Euro eingebracht. Landrat und Bürgermeister wollen das Land deshalb bitten, den Fährbetrieb auch in Zukunft sicherzustellen.

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