Kongress in Heidelberg Kampf gegen belastetes Wasser

In Flüssen und Seen finden sich häufig Rückstände von Arzneimitteln und ähnlichen Stoffen. Auf einem Kongress in Heidelberg will man deshalb Strategien für saubere Gewässer entwickeln.

Dauer

Wenn sich kritische Stoffe wie Betablocker, Antidepressiva, Schmerzmittel oder auch Weichmacher in Gewässern befinden, gelangen sie nach Angaben von Wissenschaftlern häufig über Insekten in die Nahrungskette. Die Folgen sind unüberschaubar.

Informationsveranstaltung am Klärwerk Mannheim (Foto: SWR)
Info-Veranstaltung am Klärwerk Mannheim

Spezielle Filter benötigt

Viele kommunale Kläranlagen sind technisch nicht dazu in der Lage, die so genannten Spurenstoffe z. B. von Medikamenten, Röntgenkontrastmitteln, Bioziden oder Korrosionschutzmitteln zu filtern. Dazu benötigen sie laut der deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft eine Reinigungsstufe mit Aktivkohle oder Ozontechnik. Im Rahmen des Kongresses gab es zwei Exkursionen mit Informationsveranstaltungen - eine davon zum Klärwerk Mannheim.

Stadthalle Heidelberg (Foto: SWR)
In der Heidelberger Stadthalle diskutieren Experten über die Reinhaltung von Gewässern

Umweltbewusstes Handeln gefordert

Beim Kongress, der noch bis zum Mittwoch in der Heidelberger Stadthalle andauert, wollen Experten für die Aufrüstung der Kläranlagen werben. Gleichzeitig appellieren sie an die Industrie, umweltfreundliche Produkte und Arzneimittel herzustellen - und an die Verbraucher, Problemstoffe nicht übers Abwasser zu entsorgen.

STAND