Der Sonnenaufgang leuchtet farbenprächtig hinter dem Windenergiepark «Odervorland» im Landkreis Oder-Spree. In Deutschland will das Klimakabinett am Freitag ein Klimapaket beschließen, das weitreichende Maßnahmen für mehr Klimaschutz umfassen soll. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Koalition handelt Kompromiss aus Gespaltene Reaktionen aus Mannheim und Heidelberg zum Klimapaket

Union und SPD haben sich offenbar zum Thema Klimaschutz geeinigt. In Mannheim und Heidelberg gehen die Meinungen zu den Entscheidungen der Koalition weit auseinander.

Wer viel C02 produziert, soll künftig dafür zahlen. Fliegen und Treibstoff sollen teurer werden, der öffentliche Nahverkehr und Bahnfahren günstiger. Ölheizungen sollen verschwinden, der Einbau alternativer Heizungen gefördert werden, ebenso die Elektromobilität. Das sind einige der Punkt, auf die sich Union und SPD am Mittwoch geeinigt haben.

Unzufriedenheit bei den Mannheimer "Friday for Future" Demonstranten

Bei den Teilnehmern des des Mannheimer Klimastreiks ist die Meinung eindeutig: Sie finden, die von der Bundesregierung beschlossenen Schritte seien nicht ausreichend und fürchten, so werde sich klimatechnisch kaum etwas verändern.

Dauer

SPD und Union sind zufrieden

Der Heidelberger-Abgeordnete Lothar Binding (SPD) ist mit den Entscheidungen der Koalition dagegen zufrieden:

"Wer sich künftig ökologisch klüger verhält, der spart Geld. Das halte ich insgesamt für ein gutes Konzept."

Lothar Binding, SPD-Abgeordneter aus Heidelberg

Auch Michael Meister, südhessischer CDU-Bundestagsabgeordneter, ist mit dem Klimapaket einverstanden. Er glaubt, mit den beschlossenen Maßnahmen sei das Ziel erreichbar, die CO2-Emissionen bis 2030 massiv zu senken.

Linke und Grüne enttäuscht

Die Mannheimer Linken-Abgeordnete Gökay Akbulut sieht das ganz anders. Aus ihrer Sicht belasten die Maßnahmen genau die Falschen, nämlich Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, und schone weiterhin die Vermögenden und die Konzerne.

"Das Klimapaket ist unsozial und ineffektiv. In dieser Form wird es sehr schwierig sein, die Klimaziele zu erreichen."

Gökay Akbulut, Linken-Abgeordnete aus Mannheim

Auch Franziska Brantner, Grünen-Abgeordnete aus Heidelberg, ist enttäuscht. Sie findet, der CO2-Preis sei viel zu niedrig angesetzt und es sei nicht genug getan worden für den Ausbau erneuerbarer Energien.

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