Kerzen am Pfingstbergweiher (Foto: SWR)

Spurensuche bisher erfolglos Polizei stellt Ermittlungen zu Babyleiche in Mannheim ein

Der Fall sorgte monatelang für Aufsehen. Nach fast zwei Jahren haben Polizei und Staatsanwaltschaft nun das Ermittlungsverfahren im Fall des toten Säuglings, der im Mannheimer Pfingstbergweiher gefunden worden war, vorläufig eingestellt.

Trotz aufwendiger Ermittlungen sei es bisher nicht gelungen, die Identität des Babys und die genauen Todesumstände zu klären, teilte die Staatsanwaltschaft Mannheim mit. Auch habe man bisher nicht klären können, wer die Mutter des Babys war. Eine Sonderkommission mit 45 Polizisten hatte versucht, den Fall zu lösen.

Polizisten suchen am 12.01.2018 bei Mannheim (Baden-Württemberg) in einem Waldstück am Pfingstbergweiher in der Nähe der Fundstelle einer Leiche eines Neugeborenen nach Spuren. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Polizisten suchen im Januar 2018 in einem Waldstück am Pfingstbergweiher in der Nähe der Fundstelle der Babyleiche nach Spuren. Picture Alliance

Massen-Gentests führten nicht zur Mutter

Ein Spaziergänger hatte im Januar 2018 die Leiche eines Babys im Weiher nahe des Mannheimer Stadtteils Pfingstberg entdeckt. Mit Hilfe von zwei Massen-Gentests hatte die Polizei versucht, die Mutter des Kindes zu ermitteln. 2.600 Frauen waren um freiwillige Speichelproben gebeten worden. Dabei wurde zwar der Tod eines im Viernheimer Wald entdeckten Kindes aufgeklärt, der Fall des toten Babys im Pfingstbergweiher bleibt aber ungeklärt.

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