Kanzlerin Angela Merkel bei Festakt "Klima-Arena" in Sinsheim ist offiziell eingeweiht

Die neue multimediale "Klima-Arena" in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) ist am Montag eingeweiht worden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte, warum Deutschland beim Thema Klima in der Pflicht ist.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Merkel will Kontrolle beim Klimaschutz

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist im nordbadischen Sinsheim Berichten über eine Abschwächung des Klimaschutzkonzepts der Bundesregierung entgegengetreten. Bei der Eröffnungsfeier betonte sie die Bedeutung von Kontrollmechanismen im Konzept der Bundesregierung. Es sei gerade eine sehr große Nervosität in der Diskussion.

Dauer

Klimaschutzgesetz abgeschwächt?

"Dieses Monitoring, diese Überwachung, wird glasklar in dem Klimaschutzgesetz verankert sein", sagte Merkel. Sie werde dafür Sorge tragen, dass es eine verlässliche Überwachung der Klimaziele gibt. Einem Medienbericht zufolge hat die Bundesregierung das Klimaschutzgesetz im Vergleich zur ursprünglichen Planung deutlich abgeschwächt.

Dauer

Wie der "Spiegel" berichtete, wurden etwa die Kontrollmechanismen abgeschwächt: Der sogenannte Klimarat soll demnach kein jährliches Hauptgutachten mehr erstellen, um die Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen zu überprüfen.

Merkel setzt auf Elektromobilität

In ihrer Rede sagte Merkel weiter, die Elekromobilität werde in den kommenden Jahren ihren Durchbruch haben und die Politik müsse dafür die Rahmenbedingungen setzen. Der Anteil der Erneuerbaren Energien müsse vergrößert werden. "Denn Elektromobilität mit Strom aus Kohlekraftwerken ist dann auch nicht automatisch umweltfreundlicher." Aber man könne auf Kohlekraft nicht sofort verzichten, so die Kanzlerin, sondern brauche beide Technologien parallel.

Deutschland habe durch seine Industrie einen großen eigenen Anteil am weltweiten Klimawandel, daher sei das Land gefordert, auch die Kosten dafür mitzutragen:

Dauer

Stiftung von Dietmar Hopp betreibt die "Klima-Arena"

Hopps "Klimastiftung für Bürger" ist die Betreiberin der "Klima-Arena". In dem Gebäude und auf dem Außengelände der "Klima-Arena" sollen die Besucher etwas über Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und die Folgen des Klimawandels erfahren – mit vielen multimedialen Angeboten. Ein Beispiel: Ein Riesenglobus zeigt auf Knopfdruck, wie hoch der Meeresspiegel steigen könnte, wenn das Polar-Eis schmilzt.

Dauer

Hopp: "Angst vor dem Klimawandel"

Dietmar Hopp sagte bei der Veranstaltung, der "bedrohliche Wandel des Klimas" habe ihm Angst gemacht. Gemeinsam mit einem Experten habe er die Idee für die "Klima-Arena" entwickelt, um Menschen auch Antworten zu geben, was sie persönlich gegen den Klimawandel tun können. Auch der Bundesligist TSG Hoffenheim kooperiert künftig mit der Einrichtung. Mit den Tickets für das Fußballspiel werden auch Tickets für die "Klima-Arena" verkauft, sagte Hopp.

Das Projekt entstand unter anderem in Zusammanarbeit mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und dem Fraunhofer Institut.

Klima-Arena in Sinsheim (Foto: Klima-Arena/ Carsten Costard)
Infos zum Thema Klimawandel für die Besucher Klima-Arena/ Carsten Costard

Einrichtung kostete 40 Millionen Euro

Am 12. Oktober wird es einen Tag der Offenen Tür in der "Klima-Arena" geben. Offizieller Start ist dann zwei Tage später. Das Gebäude samt Technik und Außengelände im Sinsheimer Süden hat rund 40 Millionen Euro gekostet.

STAND