Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg (Foto: Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg/Sebastian Wandel)

Internationales Kino vom Feinsten Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg hat begonnen

Heidelberg und Mannheim widmen sich zehn Tage lang der jungen, internationalen Filmkunst: Am Donnerstagabend ist das 68. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg losgegangen.

Eröffnungsfilm am Donnerstagabend war die japanisch-mongolesische Produktion "Under the Turquoise Sky". Der Film erzählt die Geschichte eines reichen, verwöhnten jungen Mannes, der von seinem Großvater auf eine Abenteuerreise in die Mongolei geschickt wird, um dort das "wahre Leben" kennenzulernen.

Größtes Filmfestival im Land

In den kommenden Tagen werden bei dem Festival nach Angaben der Veranstalter 45 Filme gezeigt, darunter unter anderem Produktionen aus Finnland, Burkina Faso, Japan, Deutschland und Italien. Mit jährlich mehreren Tausend Besuchern ist das Festival das größte seiner Art in Baden-Württemberg.

In Mannheim laufen die Festival-Filme in den Kinos im Stadthaus N1 und im Atlantis-Kino. In Heidelberg wurde eigens auf dem Messplatz im Stadtteil Kirchheim eine Zeltlandschaft errichtet.

Festival zeigt "Trees of Protest"

Im Programm ist auch der Film "Trees of Protest" des Speyerer Filmemachers und SWR-Mitarbeiters Nick Schader. Der Langzeit-Dokumentarfilm zeigt in eindrucksvollen Bildern die Geschichte des Kampfes um den Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen. Im September 2018 standen sich dort wochenlang Klimaschützer und Polizisten gegenüber. Die Demonstranten wollten verhindern, dass der Hambacher Forst dem Kohleabbau zum Opfer fällt. Die Polizei sollte den Wald räumen.

Leben in den Bäumen

Die Umweltaktivisten hatten den Hambacher Forst besetzt, indem sie dort Baumhäuser bauten und in diesen wohnten. Nick Schader begleitete die Waldbesetzer über Monate mit der Kamera. Der Dokumentarfilmer sagte dem SWR, die große Motivation der Aktivisten im Hambacher Forst, so ein ungewöhnliches Leben auf den Bäumen zu führen, und ihre tiefen Überzeugungen hätten ihn fasziniert. Deswegen habe er sich entschlossen, den Film über die Protestbewegung #HambiBleibt zu machen.

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