Das Tor1 von General Electric in Mannheim (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

IG Metall informiert Weitere 200 Jobs weg bei General Electric in Mannheim

Der Arbeitsplatzabbau im Mannheimer Werk von General Electric geht weiter. Wie die IG Metall am Montag mitteilte, fallen dort weitere 200 Arbeitsplätze weg. Und die, die noch übrig bleiben, haben der Gewerkschaft zufolge keine Beschäftigungsgarantie.

Übrig bleiben laut IG Metall 300 Beschäftigte, hauptsächlich im Bereich Service. Die Entlassungen begannen nach der Übernahme des Kraftwerkbauers Alstom durch General Eletric (GE) im Jahr 2015. Damals wurden in einer ersten Welle 1.600 Jobs gestrichen. Die Mitarbeiter, die jetzt bleiben dürfen, hätten aber keine Beschäftigungsgarantie, sagte am Montag Klaus Stein von der IG Metall.

Stellungnahme von GE-Geschäftsleitung

Die GE-Geschäftsleitung bestätigte dem SWR schriftlich, "dass es in der Einigungstelle zu der im Dezember 2017 angekündigten Restrukturierung zu einer Übereinkunft gekommen ist." Die abgeschlossenen Konzernbetriebsvereinbarungen stellten eine "sozial verantwortliche Lösung im Sinne eines jeden betroffenen Mitarbeiters" dar und trügen dazu bei, die "Zukunftsfähigkeit der sechs Standorte von GE Power in Deutschland zu sichern." Mit der neuen Organisationsstruktur sei GE Power in Deutschland "gut positioniert, um auf dem globalen Markt erfolgreich zu sein."

Stellenabbau wird laut IG Metall vorangetrieben

In einer ersten Welle des Personalabbaus war die Belegschaft in Mannheim laut IG Metall auf 650 Beschäftigte reduziert worden. Jetzt werde der Abbau von General Electric (GE) in einer zweiten Welle vorangetrieben. Das habe zu erheblichen Auseinandersetzungen zwischen dem Arbeitgeber und den Arbeitnehmern geführt. 

Demo gegen Stellenabbau bei General Electric in Mannheim  (Foto: SWR, Daniel Brusch)
Immer wieder hatten GE-Beschäftigte gegen den Stellenabbau demonstriert (Archivbild) Daniel Brusch

Die Umstrukturierungen von GE betreffen nach Angaben der IG Metall fast alle deutschen Standorte im Geschäftsbereich "Steam Power". Der US-amerikanische Konzern hatte die Kraftwerkssparte des französischen Alstom-Konzerns vor zwei Jahren übernommen. Der schwache Markt für Gas- und Dampf-Kraftwerke ist ein Grund für den drastischen Personalabbau. Außerdem seien für GE die meisten Bereiche in den übernommenen deutschen Werken überflüssig.

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