Ein Reisebus ist auf der L722 bei Hockenheim mit einem LKW zusammengestoßen (Foto: René Priebe)

Neun Schwerverletzte nahe Hockenheim Ursache für Busunfall weiterhin unklar

Bei einem schweren Unfall sind am Donnerstag bei Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) neun Touristen in einem Reisebus schwer verletzt worden. Der Bus war mit einem Sattelschlepper zusammengestoßen.

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19:30 Uhr
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SWR Fernsehen BW

Laut Polizei wird nun ein Sachverständiger ein Gutachten erstellen, sagte ein Polizeisprecher in Mannheim am Freitagmorgen. Es sei noch unklar, warum der Bus mit mehr als 30 Passagieren am Donnerstag auf gerader Strecke in den Gegenverkehr geraten und mit einem Sattelzug zusammengeprallt war. Er war in Richtung Speyer unterwegs. Beide Fahrzeuge seien abgeschleppt und sichergestellt worden, hieß es.

Busfahrer ist lebensgefährlich verletzt

Die Polizei ging zunächst von 17 Verletzten aus, korrigierte diese Zahl am Freitagmorgen jedoch auf 16 Verletzte, die ins Krankenhaus gebracht wurden. Darunter sind auch der 59 Jahre alte Busfahrer und der 61 Jahre alte Fahrer des Sattelzuges. Der Busfahrer wurde bei dem Unfall lebensgefährlich verletzt und musste notoperiert werden. Zunächst hatte die Polizei irrtümlich von vier lebensgefährlich Verletzten gesprochen.

Laut Polizei bestand die Reisegruppe hauptsächlich aus Touristen aus den USA, Kanada und Australien. Alle Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Landstraße 722 konnte erst nach rund sieben Stunden am späten Donnerstagabend wieder freigegeben werden.

Ein Polizist nimmt bei Hockenheim den Schaden auf (Foto: SWR)
Ein Polizist nimmt den Schaden auf

100 Einsatzkräfte vor Ort

Ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften war bis 23 Uhr zwischen der Anschlussstelle zur A61 und der Speyerer Salierbrücke im Einsatz. Insgesamt fünf Rettungshubschrauber und sieben Rettungswagen waren vor Ort. Die Unfallstelle liegt an der Grenze zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

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